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TELEKOMMUNIKATION: MobilCom vor Woche der Entscheidungen

In Paris berät der France Télécom-Verwaltungsrat an diesem Montag erstmals mit dem neuen Konzernchef Thierry Breton über die Krise bei der angeschlagenen MobilCom.

Das schwer angeschlagene Büdelsdorfer Mobilfunkunternehmen MobilCom steht erneut vor einer Woche der Entscheidungen. In Paris berät der France Télécom-Verwaltungsrat an diesem Montag erstmals mit dem neuen Konzernchef Thierry Breton über die Krise bei MobilCom. Zunächst wolle man sich ein Bild über Lage und Vorgänge des Unternehmens machen, hieß es beim MobilCom-Großaktionär in Paris.

Kredit läuft viertes Mal ab

Am Donnerstag läuft zum vierten Mal der Großkredit über 4,7 Milliarden Euro aus, den die Banken dem Büdelsdorfer Mobilfunkunternehmen bereits mehrfach gestundet haben. Sie hatten zuletzt eine weitere Fristverlängerung bis zum 31. Oktober gewährt. France Télécom verhandelt mit den Banken über abschließende Vereinbarungen, denen zufolge die Franzosen MobilCom-Bankkredite von 4,7 Milliarden Euro und Lieferantenkredite von 1,1 Milliarden Euro übernehmen, ohne dass sich der Schuldenberg des Pariser Konzerns, der mittlerweile fast 80 Milliarden Euro ausmachen soll, weiter erhöht. Im September hatte der französische Konzern nach monatelangen Auseinandersetzungen vor allem mit MobilCom-Gründer Gerhard Schmid über den UMTS-Aufbau seinen Rückzug angekündigt.

Insolvenz immer noch möglich

Wenn die Banken die Geduld verlieren und das Geld zurückfordern, muss MobilCom Insolvenz anmelden. Dann hätten jedoch die Banken das Geld mit hoher Wahrscheinlichkeit eingebüßt. Sicher ist bislang lediglich, dass knapp die Hälfte der rund 5.000 Arbeitsplätze gestrichen werden.