Führende Ökonomen bewerten den Koalitionsvertrag von Union und SPD grundsätzlich positiv. Der Vertrag sehe eine Reihe von Maßnahmen vor, die das Potenzialwachstum der deutschen Wirtschaft erhöhen könnten, sagte Torsten Schmidt, Konjunkturchef des Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen (RWI) am Donnerstag. Die von den fünf führenden Wirtschaftsinstituten des Landes erarbeitete Gemeinschaftsdiagnose geht deshalb im kommenden Jahr von einem zusätzlichen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,5 Prozentpunkten aus.
Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland bleibt hoch: Im März lag sie bei 1459 und damit zwei Prozent höher als im Februar, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Dienstag mitteilte. Im ersten Quartal waren demnach in der Industrie am meisten Jobs von Insolvenzen betroffen.
Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist im Februar nochmals angestiegen. Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Donnerstag mitteilte, lag der Wert mit 1436 Unternehmensinsolvenzen sieben Prozent über dem Vormonat und 20 Prozent über Februar 2024. Für die kommenden Monate gibt es den Angaben zufolge jedoch erste Anzeichen für eine Trendwende.
Zuletzt hatte die deutsche Wirtschaft ein wenig geschwächelt, doch nun zieht die Konjunktur offenbar wieder an. Das dürfte auch den Arbeitsmarkt und die Konsumlaune der Bürger beflügeln.
Keine Woche ohne neue Prognosen, wie schlimm die Wirtschaftskrise wird: Die Commerzbank, Ende 2008 selbst aus höchsten Schwierigkeiten gerettet, setzt sich nun an die Spitze der Pessimisten und prognostiziert einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts von bis zu sieben Prozent - eine Horrorzahl, die andere Experten für durchaus möglich halten.