Preispolitik

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Besucher am Louvre-Museum

Erhöhte Preise im Louvre: Nicht-Europäer zahlen bis zu 32 Euro

Im Pariser Louvre-Museum gelten seit Mittwoch erhöhte Eintrittspreise von 32 Euro für nicht-europäische Ausländer. Die neue Preispolitik sei "unfair", meinte der südkoreanische Besucher Joohwan Tak. "Wir sind doch alle Menschen", fügte er hinzu. Die französische Regierung will die Mehreinnahmen in die überfällige Renovierung des Louvre stecken, der unter anderem durch einen spektakulären Einbruch im Oktober in die Schlagzeilen geraten war. 
Video: Habeck - Firmen bekommen jede Hilfe bis Energiepreise wieder sinken

Video Habeck - Firmen bekommen jede Hilfe bis Energiepreise wieder sinken

STORY: O-TON BUNDESWIRTSCHAFTSMINISTER ROBERT HABECK: "Lieber Herr Merz, 16 Jahre lang hat die Union dieses Land regiert und viele Bundesländer: 16 Jahre Energie, politisches Versagen. Und wir räumen in wenigen Monaten auf, was sie in 16 Jahren verbockt, verhindert und zerstört haben. (SCHNITT) Seit einer Woche sind wir unabhängig von russischem Gas. Wegen der konsequenten und vorausschauenden Handlungsfähigkeit dieser Regierung. (SCHNITT) Das Wichtigste ist, dass wir die Preis-Manipulation durch Putin beenden. Wir können auf Dauer nicht gegen die hohen Preise ansubventionieren. Deswegen müssen wir jetzt und werden wir das Energiemarktdesign so ändern, dass die günstigen Kosten an die Verbraucher weitergegeben werden und die hohen Kosten zwar noch den Marktmechanismus geben, aber nicht mehr durchgereicht werden. (SCHNITT) Putins Angriff zielt auch auf unser Wirtschaftssystem. Es wird immer gesagt, es ist die schwerste Energiekrise seit 1973. Das ist nicht richtig. Diese Energiekrise ist weit komplexer. Die Aufgaben sind weit größer. Und deswegen müssen wir das, was im Normalfall gut funktioniert, jetzt hinterfragen und ändern. Wir müssen das Marktdesign am Strommarkt ändern. Wir müssen die fiskalpolitischen Rahmen neu denken. Wir müssen die Geschwindigkeit und die Entschlossenheit, mit der (wir) politische Entscheidungen fällen, hinterfragen und verändern, wie wir es getan haben. Und wir sollten vielleicht auch überdenken, in welcher Rolle Opposition und Regierung sich manchmal befinden. Sehr geehrte Damen und Herren! Vielen Dank."
Video: Das traurige Schicksal der diesjährigen Erdbeeren

Video Das traurige Schicksal der diesjährigen Erdbeeren

STORY: Das Feld sieht verwildert aus. Einzelne Erdbeeren hängen an ihren Pflanzen, manche verfault, andere noch essbar. Eigentlich hätte Landwirt Klaus Langen die Ernte längst eingefahren, verpackt und verkauft. In diesem Jahr jedoch pflügte er das Feld um und zerstörte das beliebte Obst. Der Grund: zu niedrige Preise. 85 Cent habe man ihm für 500 Gramm Erdbeeren geboten - bei Produktionskosten von bis zu 1,30 Euro. Zu wenig, sagte der 54-Jährige am Montag zu Reuters. "Da habe ich die Reißleine gezogen und habe mit einem sehr traurigen, weinenden Herzen, für den Obstbauer ist das das Schlimmste, was es gibt, die Erdbeeren kurzerhand untergepflügt. Weil ich nicht einsehe, dass ich gewisse Machenschaften im Lebensmitteleinzelhandel unterstütze, mit Top-Ware zu höchsten Standards produziert hier bei uns in Deutschland zu Ramschpreisen zu vermarkten". Zehn Hektar hatte lange mit Erdbeeren bestellt. Die Menge der Früchte sei in diesem Jahr gut gewesen. Die Gründe für die niedrigen Preise in diesem Jahr waren vielfältig - günstige Ware aus dem Ausland, durch den Ukrainekrieg gestiegene Energiekosten und weniger Geld im Portemonnaie der Verbraucher. "Was macht der Deutsche? Zuerst spart er am Lebensmittel. Ist noch nicht mal als Vorwurf genannt. Das ist einfach eine Tatsache, so reagiert der Deutsche. Und dazu traf halt eine verringerte Nachfrage dadurch bedingt, wenn eine vierköpfige Familie am Ende des Monats 300 Euro weniger im Portemonnaie hat, sind auch weniger Erdbeeren und auch in unserem Fall Spargel, den wir auch anbauen, weniger eingekauft worden." 150 Tonnen an Ware habe er verloren, klagt Langen. Der Landwirt fordert einen fairen und bewussten Umgang mit regionalen Erzeugern. "Man darf nicht ausblenden, wir werden hier mit den höchsten Standards belegt, Sozialstandards. Unser Bundeskanzler gießt mit der Gießkanne zwölf Euro Wohltaten per Mindestlohn übers Volk aus, die wir natürlich auch bezahlen. Wir möchten sie gerne bezahlen, aber wir möchten auch entsprechend das Geld für unsere Ware zurückbekommen." Wenn sich an der Situation nichts ändere, ist Langens Prognose düster. Sollte sich die Preispolitik nicht verändern, werde der Beerenanbau auf Kurz oder Lang aus Deutschland verschwinden.