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Umsatzeinbruch: Autokrise erwischt jetzt auch Audi

Die Krise am Automarkt hat dem erfolgsverwöhnten Autobauer Audi die Quartalsbilanz verdorben. Die Ingolstädter meldeten für die ersten drei Monate des Jahres einen Einbruch bei Umsatz und Gewinn. In Deutschland bremste die Abwrackprämie den Absturz.

Der Absturz der internationalen Automobilmärkte hat das Ergebnis der Audi AG kräftig gedrückt. Der Umsatz ging im ersten Quartal im Jahresvergleich von 8,3 auf 6,7 Milliarden Euro zurück, teilte das Unternehmen am Montag in München mit. Das Betriebsergebnis lag mit 363 Millionen Euro fast 30 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der weltweit ausgelieferten Fahrzeuge sank um rund 17 Prozent auf knapp 262.000. Für das Gesamtjahr 2009 hat Audi bislang einen Absatzrückgang von nur zehn Prozent in Aussicht gestellt. 2008 hatten die Ingolstädter die Krise noch vergleichsweise gut weggesteckt und den Absatz um gut vier Prozent auf mehr als eine Million Fahrzeuge gesteigert.

Im ersten Quartal bewahrte vor allem der neue, kleine Geländewagen Q5 den zum VW-Konzern gehörenden Autobauer vor Schlimmerem. Das Fahrzeug war im vergangenen Jahr noch nicht im Angebot und besserte mit gut 17.000 verkauften Einheiten die Bilanz deutlich auf. Bei allen anderen Modelle musste Audi zum Teil drastische Einbußen verkraften. Besonders hart traf es größere Wagen wie den Q7, dessen Absatz sich halbierte. Beim Luxusmodell A8 sah es mit gerade einmal 2700 verkauften Autos im ersten Quartal noch düsterer aus. Im Vorjahreszeitraum waren noch gut 6200 Fahrzeuge an Kunden gegangen. Auch das Volumenmodell A4 verkaufte sich schlechter. Hier sank der Absatz von knapp 80.000 Fahrzeugen im Vorjahr auf 66.500 Einheiten.

Trotz weltweiter Bemühungen um eine Stabilisierung der Finanzmärkte und zahlreicher Konjunkturpakete befänden sich alle bedeutenden Wirtschaftsnationen mit Ausnahme von China und Indien mittlerweile in einer tiefen Rezession, teilte Audi weiter mit. Dies habe zu einem starken Rückgang der weltweiten Autonachfrage geführt. Besonders hart habe es den US-Markt und einige westeuropäische Länder wie Großbritannien und Spanien getroffen. In den USA ging der Audi-Absatz um ein Viertel auf 15.000 Fahrzeuge zurück. In Westeuropa sah es nicht viel besser aus. Hier sanken die Verkaufszahlen von rund 113.000 Einheiten im Vorjahr auf gut 90.000 Autos.

In Deutschland hielten sich die Einbußen dank des Nachfrageschubs durch die Abwrackprämie zumindest in Grenzen. Hier verkauften die Ingolstädter 47.700 Fahrzeuge nach 54.700 im Vorjahr. Am besten schnitt noch die Region Asien-Pazifik ab. Hier wurden knapp 38.000 Autos verkauft, im vergangenen Jahr waren es knapp 40.000.

DPA/AP / AP / DPA