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Umsatzentwicklung: Verregneter Mai stößt dem Gastgewerbe sauer auf

Fast zwei Prozent weniger Umsatz haben die deutschen Hoteliers und Gastronomen im Mai dieses Jahres verbucht. Grund dafür war unter anderem das extreme Hochwasser in weiten Teilen des Landes.

Der verregnete Mai hat dem deutschen Gastgewerbe das Geschäft gründlich verdorben. Der Umsatz der Hoteliers und Gastronomen sank im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Im Zeitraum von Januar bis Mai ergab sich ein leichtes Plus von 0,1 Prozent. Der Branchenverband Dehoga geht dennoch weiter von einem Umsatzplus von 1,0 Prozent für das Gesamtjahr aus, "wenn das Wetter mitspielt", ergänzte ein Dehoga-Sprecher. Mit dem kalten Winter, dem feuchten Frühjahr und dem Hochwasser habe die Gastronomie drei heftige Schläge hinnehmen müssen.

Das Gastgewerbe hatte 2012 das dritte Jahr in Folge ein Wachstum verbucht. Von der Gesamtwirtschaft dürfte in diesem Jahr allerdings weniger Rückenwind kommen. Wegen der Krise in der Euro-Zone und dem harten Winter hatte die deutsche Wirtschaft von Januar bis März nur ein sehr verhaltenes Wachstum erreicht. Für das Gesamtjahr erwartet die Bundesbank ein Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent.

In Deutschland arbeiten laut Angaben des Dehoga knapp fünf Prozent aller Erwerbstätigen im Gastgewerbe. Die Mehrheit der Gäste in deutschen Hotels und Gaststätten sind Inländer. Die Niederlande war 2012 das Land, aus dem die meisten ausländischen Touristen nach Deutschland kamen.

juho/Reuters / Reuters
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