Volkswagen Ex-VW-Betriebsratschef Volkert verhaftet


In der VW-Affäre ist der frühere Betriebsratschef Klaus Volkert verhaftet worden. Volkert war im Sommer 2005 wegen der Verstrickung in die Affäre um Korruption und Lustreisen auf Firmenkosten zurückgetreten.

In der VW-Affäre ist der frühere Gesamtbetriebsratschef Klaus Volkert wegen Verdunkelungsgefahr verhaftet worden. Er soll versucht haben, den Mitbeschuldigten Klaus-Jürgen Gebauer bei einem Treffen in Magdeburg zur Änderung seiner Aussage zu drängen, wie die Braunschweiger Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteile. Daraufhin sei Volkert am Mittag verhaftet worden.

Im Haftbefehl wird Volkert Anstiftung zur Untreue vorgeworfen. Das Amtsgericht geht von einem dringenden Tatverdacht aus, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Laut Anklagebehörde hat der frühere VW-Personalmanager Gebauer erklärt, Volkert habe ihn am 1. November in Magdeburg bedrängt, seine bisherigen Angaben über ihn abzuschwächen.

Außerdem sei Gebauer die Bereitstellung eines kostenlosen Anwalts angeboten worden. Ansonsten könne das weitere Verfahren zu einem "Gemetzel" führen, soll Volkert gesagt haben. "Diese Äußerung hat die Staatsanwaltschaft als Drohung gegenüber Gebauer aufgefasst, falls er sich auf das Angebot nicht einlasse", sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe.

Ermittlungen gegen mehrere Personen

Erst vergangene Woche war der ehemalige VW-Vorstand Peter Hartz in der Affäre wegen Untreue in 44 Fällen angeklagt worden. Er ist als erster der insgesamt 13 Verdächtigen weitgehend geständig. In der Affäre wird unter anderem noch gegen den SPD-Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Uhl, den früheren Betriebsrat Bernd Sudholt und Ex-Skoda-Vorstand Helmut Schuster ermittelt. Hauptbeschuldigte sind Volkert, Schuster und Gebauer, die Geld aus VW-Kassen auf eigene Konten umgeleitet haben sollen. Bei den übrigen Beschuldigten geht es vor allem um die mutmaßliche Teilnahme an Luxusreisen und Vergnügen auf Firmenkosten.

DPA/AP AP DPA

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