Warnstreik Verspätungen bis zum Mittag


Tausende Reisende kamen auch heute morgen zu spät. Um den Erhalt der Arbeitsplatzgarantie zu erzwingen, legten Bahnmitarbeiter in München und Nürnberg die Arbeit nieder.

Zum zweiten Mal in dieser Woche haben sich zehntausende Berufspendler wegen der Warnstreiks bei der Bahn am Freitagmorgen verspätet.

In Nürnberg fiel der Personenverkehr am Morgen nach Angaben von Bahn und Gewerkschaft komplett aus. In München sei der Regionalverkehr lahmgelegt worden, im Fernverkehr habe es erhebliche Verzögerungen gegeben, teilte ein Sprecher der Eisenbahnergewerkschaft Transnet mit. In der Landeshauptstadt sei aber im Gegensatz zu Nürnberg der S-Bahn-Verkehr nicht betroffen gewesen. In beiden Städten hätten sich 320 Beschäftigte der Bahn an den Ausständen beteiligt. In Nürnberg hätten unter anderem die Rangierer die Arbeit ruhen lassen. Die Bahn teilte mit, die Auswirkungen der Streiks würden bis in die Mittagsstunden auf den Verkehr auswirken.

In dem Tarifkonflikt geht es um den Erhalt der Arbeitsplatzgarantien auch nach dem Börsengang des Unternehmens. Die bis 2010 geltende Vereinbarung für die rund 130.000 Mitarbeiter gilt bislang nur für den Fall, dass die Bahn in bestehender Form - also mit Schienennetz - verkauft wird. Die Gewerkschaften wollen erreichen, dass die Garantie unabhängig vom Privatisierungsmodell gilt. Bereits am Mittwoch müssten viele Pendler wegen Warnstreiks Verzögerungen in Kauf nehmen.

DPA DPA

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