Wegen Milliardengewinnen Autobauer sollen Abwrackprämie zurückzahlen


Die deutschen Autohersteller fahren wieder Milliardengewinne ein. Für Politiker von FDP und Union ein Grund, VW und Co. zur Kasse zu bitten. Sie sollen einen Teil der staatlichen Abwrackprämie zurückzahlen.

Angesichts der deutlich verbesserten Ertragslage in der Automobilindustrie fordern Politiker von CDU und FDP eine nachträgliche Kostenbeteiligung der Branche an den Ausgaben für die staatliche Abwrackprämie. Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitiker Alexander Funk forderte die Bundesregierung in der "Bild"-Zeitung auf, Vorschläge zu machen, "wie eine gerechte Beteiligung der gesamten Branche" aussehen könne. "Angesichts der sprudelnden Gewinne sollte die Autoindustrie an den Kosten der Abwrackprämie beteiligt werden", sagte Funk.

Die deutschen Autobauer hatten zuletzt wieder glänzende Zahlen vorgelegt. So konnte Europas größter Autobauer Volkswagen seinen Gewinn im ersten Halbjahr des Jahres auf 1,8 Milliarden Euro schrauben, nach rund 500 Millionen im Vorjahreszeitraum. Auch Daimler und BMW fuhren in der ersten Jahreshälfte wieder Milliardengewinne ein.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Obmann im Finanzausschuss, Daniel Volk, sprach sich deshalb ebenfalls für eine Kostenübernahme aus. "Die Autoindustrie ist der große Profiteur der Abwrackprämie, für die der deutsche Steuerzahler die Kosten getragen hat. Es ist an der Zeit, dass die Branche einen Teil davon übernimmt", sagte Volk der "Bild".

Die Abwrackprämie war Anfang 2009 beschlossen worden. Die damals regierende Große Koalition hatte insgesamt fünf Milliarden Euro bereit gestellt, um den Kauf von Neuwagen zu fördern und die Autoindustrie in der Wirtschaftskrise zu stützen.

joe/AFP/DPA DPA

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