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Grand Ferdinand Hotel Wien: Irrer Airbnb-Deal: 5-Sterne-Hotel bietet Üernachtungen im Schlafsaal an

Das günstigste Zimmer im Grand Ferdinand Hotel in Wien bekommt man ab 220 Euro pro Nacht. Obwohl, es geht schon noch billiger: Über Airbnb können Touristen eine Nacht im Schlafsaal des Hotels buchen - für gerade einmal 30 Euro.

Das Grand Ferdinand Hotel in Wien bietet jetzt Übernachtungsmöglichkeiten auf Airbnb an. 

Das Grand Ferdinand Hotel in Wien bietet jetzt Übernachtungsmöglichkeiten auf Airbnb an. 

Von "Wiener Eleganz früher Tage" und "moderner Lesart" ist die Rede, die Verantwortlichen schreiben über das "neue Schmuckstück am Ring": Das Grand Ferdinand Hotel in Wien bietet 5-Sterne-Luxus. Die Standard-Zimmer kosten ab 220 Euro pro Nacht, für die Suite werden pro Nacht 3000 Euro fällig. "Wer einmal vom wahrhaft Schönen berührt wurde, sitzt nie wieder dem Gewöhnlichen auf", so lautet die Philosophie hinter dem Edel-Hotel. Bescheidenheit ist keines der Attribute des Hauses, wie es scheint.

Und doch ist Understatement nicht völlig unbekannt in dem Luxus-Hotel. Denn bereits für 30 Euro können Sparfüchse in der schicken Unterkunft residieren - und zwar im Mehrbett-Schlafsaal. "Die sind nur über Airbnb buchbar. Da ist man mit sechs oder acht anderen Leuten in Stockbetten im Zimmer. Wie sich das ausgeht, das müssen wir schauen. Die Erfahrung haben wir noch nicht, aber ich denke, dass es gut wird", sagt Hotelbesitzer Florian Weitzer gegenüber "Wien heute". 

Airbnb-Gäste im Luxus-Hotel

Wer hier übernachtet, muss sich nicht vor hauchdünnen Matratzen und dreckigen Linoleum-Fußböden gruseln. Die aus Mahagoni vertäfelten Betten erinnern an luxuriöse Schlafwagen-Abteile vergangener Zeiten, die Messingleitern an den Stockbetten sind auf Hochglanz poliert. Darüber hängt ein Kronleuchter, auf dem Boden liegt Stäbchenparkett. Insgesamt 14 Betten sind in zwei Sälen buchbar. Ob der Mix aus Schnäppchen und Luxus ankommt, wird sich erst zeigen müssen. Weitzer strebt eine Auslastung von 75 Prozent an, ab dem dritten Jahr soll das kürzlich neu eröffnete Hotel Gewinne einfahren. 

Alle sind willkommen

"Luxushotels haben generell eine Neigung, vor der Türe eine Art Schranke einzubauen", sagt der Hotelbetreiber dem "Standard". "Ich hasse das. In diesem Hotel sind alle willkommen, auch diejenigen mit geringem Budget." Vielleicht sparen sich die Reisenden ihr Geld für ein Häppchen im hauseigenen Restaurant. Das "große Tafelspitz-Menü" zumindest kostet vier Euro weniger als ein Zimmer im Schlafsaal. 

kg
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