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Volkswagenkonzern Abgasaffäre: Razzia bei Audi-Chef Ruper Stadler

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Audi-Chef Rupert Stadler
© Andreas Arnold / DPA
Die Staatsanwaltschaft München bringt den Skandal um die manipulierten Abgaswerte bei Modellen des Volkswagenkonzerns auf die nächste Ebene. Auch Audi-Vorstand Rupert Stadler rückt nun ins Visier, seine Privatwohnung wurde am Montag durchsucht. 

Im Zuge des Dieselskandals ermittelt die Staatsanwaltschaft München in alle Richtungen. Am Montag wurde die Privatwohnung des Audi-Chefs Rupert Stadler durchsucht. Stadler werde seit dem 30. Mai als Beschuldigter geführt, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Auch die Wohnung eines weiteren namentlich nicht genannten Vorstandsmitglieds wurde laut Staatsanwaltschaft durchsucht. Wie Stadler werde diesem Vorstand Betrug sowie "mittelbare Falschbeurkundung" vorgeworfen. Sie sollen Dieselfahrzeuge mit manipulierter Abgasreinigung auf dem europäischen Markt verkauft haben.

Audi und Porsche involviert im VW-Skandal

Die Zahl der Beschuldigten im Münchner Ermittlungsverfahren gegen Audi steigt damit auf 20. Vergangene Woche hatte das Kraftfahrt-Bundesamt den offiziellen Rückruf von 60.000 A6 und A7 wegen einer manipulierten Motorsteuerung angeordnet. Im April war die Audi-Zentrale in Ingolstadt durchsucht worden. Dabei ging es um manipulierte Diesel-Motoren, die Audi an Porsche geliefert hatte. Beide Marken gehören zum Volkswagen-Konzern.

fk AFP

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