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HAUSHALTVERSICHERUNG: Bei Gewitterschäden haben »Ossis« Vorteile

Die Haushaltversicherung der ehemaligen DDR deckte auch Schäden durch Überschwemmung ab. Im Westen werden nur Schäden durch Leitungswasser ersetzt.

Ostdeutsche, die ihren Haushaltversicherungsvertrag der ehemaligen staatlichen Versicherung der DDR bis heute fortgeführt haben, können unter Umständen Anspruch auf Schadensausgleich bei Überschwemmungen nach Gewittern geltend machen. Darauf hat jetzt die Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) hingewiesen. In den DDR-Verträgen ist auch dieses Risiko einbezogen gewesen, während die heute üblichen Hausratversicherungen solche Schäden nicht beinhalten.

Sonst nur Schaden durch Leitungswasser

Für gewöhnlich wird von der Wohngebäude- und Hausratversicherung regelmäßig nur ein Leitungswasserschaden abgedeckt. Wenn heftiger Regen einen Rückstau im Keller verursacht, wird man deshalb leer ausgehen, informierte VZS-Versicherungsexpertin Andrea Hoffmann. Dies gilt auch, wenn der Regen durch ein nicht ordnungsgemäß geschlossenes Fenster eingedrungen ist. Gegen solche Schäden kann man sich nur durch Zusatzvereinbarungen und erhöhte Prämien absichern. Einzige Ausnahme bilden die nach der Wende durch die Allianztochter Deutsche Versicherung AG von der ehemaligen staatliche Versicherung der DDR übernommen und weitergeführten Verträge.

Folgeschäden unstrittig

Ist Regen jedoch durch eine Gebäudebeschädigung eingedrungen, die erst durch ein Gewitter entstanden ist, dann werden die daraus resultierende Schäden vom Versicherer sowohl in Ost und West reguliert. Dies gilt beispielsweise, wenn das Haus durch Blitzeinschlag beschädigt wurde und etwa der Schornstein gerissen ist Wurden in diesem Zusammenhang auch noch Möbel in Mitleidenschaft gezogen, dann zahlt die Hausratversicherung.