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KFZ-Versicherung: Billiger Auto fahren

Stichtag für die KFZ-Versicherung: Wer zu einem günstigeren Anbieter wechseln will, muss bis Monatsende kündigen. Es lockt eine Ersparnis von bis zu 45 Prozent.

Die Autoversicherer senken ihre Preise - allen voran Marktführer Allianz, der in manchen Fällen bis zu 30 Prozent Nachlass verspricht. Der Wechsel zu einem günstigeren Versicherer kann sich also lohnen.

Dazu muss man seinen Vertrag bis zum 30. November kündigen, um zum Jahreswechsel in den Genuss eines besseren Tarifs zu kommen. Sicherheitshalber sollte die Kündigung rechtzeitig per Einschreiben mit Rückschein erfolgen. Es locken Preisunterschiede von mehr als 44 Prozent zwischen den teuersten und den günstigsten Versicherungen.

Aber welcher Anbieter ist unterm Strich wirklich der günstigste? Die Antwort fällt nicht leicht, weil es stark auf die individuellen Daten des Kunden ankommt. Einen guten Überblick gibt die Auswertung von mehr als 70 Tarifen durch das Internetportal Aspect Online. Dabei wurden 40 000 Kundenanfragen analysiert und wurde aufgelistet, welche Versicherung wie häufig bei den Prämien die Nase vorn hatte.Das Ergebnis: Wer sein Auto ab 2005 neu versichern will, hat derzeit bei der Huk24 die besten Chancen, günstig zu fahren. Über 6000-mal stand die Internetversicherung der Huk Coburg im Preisvergleich an erster Stelle. Die HDI Direkt aus Hannover bot 4746-mal den günstigsten Tarif, gefolgt von der Axa Alternativ. Sehr günstig sind auch DA Direkt online, Europa und Cosmos. Insgesamt standen nur acht Anbieter bei drei Viertel aller Berechnungen an erster Stelle.

In jedem Fall müssen wechselfreudige Autofahrer auch selbst noch vergleichen. Den Preis einer Autopolice bestimmen fast 60 Kriterien. Neben Alter, Fahrzeugtyp, Garagenparker und Kilometerleistung sind noch andere Kriterien preisbestimmend: Eigenheimbesitzer, die ihr Auto auch noch bar bezahlt haben, sind laut Statistik der Autoversicherer die besseren Fahrer.

Je nach Häufigkeit der Unfälle

sind alle Autos in Typklassen zusammengefasst. Kommt es hier durch Änderungen zu einem höheren Beitrag, haben Versicherte ein Sonderkündigungsrecht. Für sie gilt der Termin 30. November nicht. Nach Eingang der Rechnung bleiben vier Wochen, um vom Vertrag zurückzutreten.

Wesentlich teurer wird es nach den neuen Berechnungen etwa für Seat-Ibiza-Fahrer. Sie müssen vom kommenden Jahr an zum größten Teil über 50 Prozent mehr Prämie an die Versicherer überweisen. Grund: Mit dem Automodell wurden in der Vergangenheit deutlich mehr Unfälle verursacht.

Generell brauchen Autofahrer keine Scheu davor zu haben, den Versicherer zu wechseln: Die Leistungen sind weitestgehend identisch. Wer den Versicherer wechseln will, kann trotzdem zuvor versuchen, Preisnachlässe bei seinem bisherigen Versicherer zu verhandeln. Manchmal gibt es dann so genannte Schubladentarife - günstigere Konditionen eigens für Wechselwillige. Ein Abschlag ist auch oft dann drin, wenn beim selben Unternehmen noch eine andere Versicherung abgeschlossen wird.

Uwe Schmidt-Kasparek / print
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