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TV-Kritik "DSDS"-Halbfinale: Billiger als Bohlen

Breitbeinig, beleidigend, prollig: Rapper Kay One drückt das Niveau von "DSDS" unter Null. Dass er sich im Halbfinale nur eine Entgleisung leistet, hat die Show ihrem Aushilfsmoderator zu verdanken.

Von Mark Stöhr

Sagt er gestern Abend so: "Du bist 'ne geile Sau!" Und sie so: Hihi. In der Show davor hatte er während ihres Auftritts "einen fetten Ständer". Das sagte er so. Er fand seinen Spruch natürlich total super. So übermackermäßig. Irgendwie auch provokativ. Auf jeden Fall "Hammer!". Sie hat ihn hoffentlich nicht verstanden. Denn Aneta spricht nicht so gut Deutsch, sie kommt aus Polen. Das ist nicht weiter wild. Kenneth Glöckler, der sich Kay One nennt, spricht es nicht viel besser. Er kommt aus Oberschwaben.

Mit dem Partyrapper im Jurykomittee hat sich "DSDS" von der letzten Untergrenze des schlechten Geschmacks verabschiedet. Wo Dieter Bohlen, der Proll-Patron, seine Pöbeleien noch mit einer gewissen Kunstfertigkeit fabriziert, ist Glöckler nur beleidigend und vulgär. Er hat null Charme, null Witz, null Respekt. Alles an ihm ist ein einziges Eierschaukeln. Auf seiner Facebook-Seite prahlt er mit der "S-Super-Klasse", mit der er sich zur Sendung kutschieren lässt. Seine Postings durchziehen Weisheiten der Preiskategorie: "Alle guten Dinge fangen mit "S" an: Schokolade, Sex, Sonne, Sommer." Mit so einem will man nicht zum Mond fliegen. Oder im Aufzug steckenbleiben.

Sexismus-Experte Kay One

Schon gar nicht, wenn man Marianne Rosenberg heißt. Die Schlagersängerin lieferte sich in den zurückliegenden Shows mit dem präpotenten Bodensee-Bürschchen heftige Jurystreitereien, die von Glöckler – das ist bei ihm offenbar zwanghaft – vornehmlich unter der Gürtellinie geführt wurden. Die Konfrontation gipfelte in einer bizarren Drohung des Sexismus-Experten, die er kürzlich via "InTouch" an Rosenberg schickte: "Ich habe eine riesige Fan-Armee hinter mir stehen. Also sollte man als Jurymitglied schon vorsichtig sein, was man gegen mich sagt."

Dass das Halbfinale gestern überwiegend friedlich ablief, lag sicher nicht an dieser lächerlichen Machtpose des 29-Jährigen. Auch nicht an der Qualität der musikalischen Darbietungen. Nein, Moderator Daniel Hartwich, der die erkrankte Nazan Eckes vertrat, mischte die Show dermaßen auf, dass an Zoff unter den Juroren gar nicht zu denken war. Mit Hartwich hielt in elf Jahren "DSDS" erstmals so etwas wie Ironie und Intelligenz Einzug in dieses verklemmte und immer auch irgendwie mürrische Musikmonstrum.

Ein Hauch "Dschungelcamp"

Schon gleich zu Beginn witzelte er: "Normalerweise lerne ich "DSDS"-Kandidaten erst im weiteren Verlauf ihrer Karriere kennen – bei 'Let's Dance' oder im 'Dschungelcamp'." Zu Aneta, der gebürtigen Polin, sagte er: "Du sprichst nicht so gut Deutsch, dafür siehst du super aus. Ich bin sicher, RTL wird einen Job für dich finden." Ein feiner Hauch von Australien wehte durch das Studio in Köln mit seinen unablässig krakeelenden Fangruppen. "Mir persönlich ist es ein bisschen zu laut", monierte Hartwich die künstlich hochgepushte Atmosphäre und machte dieses eine Mal wahrscheinlich keinen Witz.

Die Kunst, wenn man davon überhaupt reden mag, ist bei "DSDS" ja traditionell kärglich. Die aktuelle Staffel macht da keine Ausnahme. Im Halbfinale standen sich Meltem mit ihrem nur mit Hörhilfe wahrnehmbaren Stimmchen, das Nervenbündel Daniel, der smarte, aber unterspannte Österreicher Richard und Aneta gegenüber. Die Blondine ist die einzige Person im Feld mit halbwegs Potential und Power. Sie schaffte es folgerichtig ins Finale am kommenden Samstag, das erstmals als Dreikampf ausgetragen wird. Richard wurde von den Fernsehzuschauern nach Hause geschickt.

Damit lagen sie auf einer Linie mit dem Mann mit den sorgfältig modulierten Augenbrauen, der sich Kay One oder Prince Kay One nennt, je nachdem, was die Anwälte gerade empfehlen. Er war halt einfach nicht "so krass entertained" von dem Alpen-Beau wie von anderen. Wie von Aneta zum Beispiel, wem sonst. Er so: "Ich hätte mich fast nackt ausgezogen und mit der Leopardenunterhose mitgetanzt." Sie so: Hihi. Und wir so: Gut, dass nicht.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.