Wird ein normal empfindlicher Mensch von einer Biene oder Wespe gestochen, ist nur eine juckende, schmerzhafte, rötliche Schwellung um die Einstichstelle herum zu sehen, die meist nach wenigen Stunden wieder abklingt. Für nicht allergische Menschen sind Bienen-, Wespen-, Hummel- und Hornissenstiche nur dann gefährlich, wenn die Schwellung die Atemwege behindert oder verletzt, etwa bei Stichen auf der Mund- oder Rachenschleimhaut. Bedrohlich ist es auch, wenn ein Erwachsener mehr als 50 Stiche auf einmal abbekommt; bei kleinen Kindern sind schon deutlich weniger Stiche gefährlich. Ist der gerötete und geschwollene Bereich um die Einstichstelle im Durchmesser größer als zehn Zentimeter und hält die Schwellung länger als 24 Stunden an, handelt es sich um eine gesteigerte, vermutlich allergisch bedingte örtliche Reaktion. Nicht jeder weitere Stich muss zwangsläufig eine Verschlimmerung der Reaktion nach sich ziehen.
Bereits wenige Minuten nach dem Stich treten Symptome wie Juckreiz, Rötung oder Quaddeln nicht nur an der Stichstelle, sondern am gesamten Körper auf. Eventuell schwillt auch das Gesicht oder der Hals an. Gehen Sie in so einem Fall schnell zum Arzt: Es ist nicht ausgeschlossen, dass weitere schwere Beschwerden folgen.
Zusätzlich kommt es oft zu Schwindelgefühlen und Herzrasen, Schluck- und Sprachbeschwerden, Atemnot, Schnupfen und tränenden Augen sowie Übelkeit und Erbrechen. Dies deutet auf eine stärkere Überreaktion des Organismus hin.
Im schlimmsten Fall reagiert ein Allergiker extrem und fällt in einen allergischen Schock. Dabei fällt der Blutdruck ab, der Betroffene wird ohnmächtig, er kann nicht mehr atmen oder sein Kreislauf bricht zusammen. Dieser Zustand ist lebensbedrohlich und muss sofort vom Notarzt behandelt werden.