Für die Behandlung haben Experten einen sogenannten Stufenplan entwickelt, der sich nach der Kontrollierbarkeit des Asthmas richtet. Dabei unterscheiden Ärzte zwischen drei Graden (vgl. Symptome):
Einen Schwerpunkt bildet die medikamentöse Therapie, mit der die Ärzte versuchen, das Asthma unter Kontrolle zu bekommen oder weiter zu kontrollieren. Dafür wurden fünf Therapiestufen festgelegt. Sie ermöglichen eine schrittweise Anpassung an die unterschiedlich schwere Symptomatik, von leichtem, gelegentlichem bis sehr schwerem Asthma:
Theophyllin in Retard-Form (mit verzögerter Wirkung) wird zur Dauerbehandlung bei Kindern mit Asthma nur noch selten verwendet. Bereits bei geringer Überdosierung können bei diesem Mittel Nebenwirkungen wie Krampfanfälle oder Herzrhythmusstörungen eintreten.
Ergänzend zu der Therapie mit Medikamenten gibt es nichtmedikamentöse Therapiemaßnahmen, die Eltern berücksichtigen sollten. Ein wichtiger Punkt ist, den Kontakt zu den auslösenden Allergenen zu vermeiden. Das können etwa Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben sein. Darüber hinaus sollten Eltern in Gegenwart des Kindes prinzipiell nicht rauchen.
Je nach Auslöser ist es ratsam, dass Eltern zum Beispiel
Ärzte empfehlen außerdem, die Kinder regelmäßig inhalieren zu lassen und dafür ein elektrisches Gerät zu benutzen. Damit können die Kleinen zum einen Kochsalzlösung einatmen, welche die Atemwege befeuchtet, oder Medikamente. Säuglinge und Kleinkinder benötigen ein Gerät mit Maske, damit sie die Mittel richtig einatmen. Eine Sitzung sollte etwa fünf bis zehn Minuten dauern und nicht kurz vor dem Schlafengehen durchgeführt werden, weil sich durch das Inhalieren der Schleim in den Bronchien löst und abgehustet werden muss.
Kinder unter fünf Jahren sollten für das Inhalieren ihrer Medikamente treibgasgetriebene Dosieraerosole mit sogenanntem Spacer benutzen, da sie nicht in der Lage sind, gleichzeitig auf das Spray zu drücken und den Wirkstoff einzuatmen. Spacer sind Inhalierhilfen. Die Eltern pumpen das Medikament aus der Sprayflasche erst in eine Vorschaltkammer, aus der das Baby oder Kleinkind über eine Maske oder Mundstück das Medikament einatmet. Der Erfolg der Therapie hängt von der korrekten und dauerhaften Anwendung der Sprays ab.
Für Kinder, deren Asthma durch Allergene ausgelöst wird, und die diese Auslöser nicht meiden können, etwa Pollen oder Hausstaubmilben, gibt es darüber hinaus die Möglichkeit einer spezifischen Immuntherapie, (subkutane Immuntherapie oder SCIT), auch Hyposensibilisierung genannt. Dabei wird der Körper schrittweise gegen das Allergen unempfindlich gemacht. In der Regel spritzt der Arzt mindestens drei Jahre lang in regelmäßigen Abständen die auslösenden Allergene in verdünnter Form unter die Haut am Oberarm.
Für dieses Verfahren sollten Kinder in der Regel mindestens fünf Jahre alt sein. Zuvor muss der Arzt klären, ob die auslösenden Allergene nicht gemieden werden können - etwa bei einer Allergie gegen ein Haustier, das eventuell abgegeben werden könnte.
Asthmaschulungen für Kinder und Eltern sind wichtig, damit die Betroffenen mehr Sicherheit und Selbständigkeit im Umgang mit der Erkrankung bekommen. Dort lernen die Kinder unter anderem, wie sie ihren eigenen Gesundheitszustand einschätzen, wie sie sich in Notfallsituationen verhalten und diese vermeiden, wie sie richtig mit den Medikamenten umgehen und wie sehr sie sich körperlich belasten dürfen.