Zunächst wird der Arzt Sie genau nach Ihren Symptomen befragen: Wann treten sie auf? Wodurch könnten sie ausgelöst werden? Und wie schwer sind die Reaktionen? Gibt es ähnliche Beschwerden oder Allergien in der Familie? Der Arzt wird dann Ihre Nase und Nasennebenhöhlen untersuchen und sich die Augen und die umgebenden Hautregionen ansehen. Sprechen die Befragung und die ersten Untersuchungsergebnisse für die Diagnose "Allergie gegen Innenraum-Allergene", kann ein Haut- oder Bluttest den Verdacht überprüfen und die Vielzahl der Allergene eingrenzen.
Beim Prick-Test sticht (englisch = to prick) der Arzt zunächst verschiedene Allergen-Extrakte, die er nach der Befragung in Verdacht hat, mit einer kleinen Lanzette in die Haut des Patienten. Nach zehn bis zwanzig Minuten bilden sich an den Stellen, wo tatsächlich eine allergische Reaktion anläuft, Rötungen oder Quaddeln.
Der Prick-Test allein kann jedoch keine sichere Diagnose liefern, denn auch Infektionen oder Medikamente können die Haut besonders empfindlich reagieren lassen. Erst wenn auch die vorherige Befragung Hinweise auf eine Tierallergie geliefert hat, stützt das den Befund.
Hat der Test keine Allergie gegen Tiere nachgewiesen, obwohl alle Symptome dafür sprechen, kann der Arzt mit dem sogenannten Intrakutantest (auch: Intradermaltest) einen zweiten Versuch starten: Er stellt oft Allergien fest, die der Prick-Test zuvor "übersehen" hat. Allerdings ist der Intrakutantest für die meisten Patienten schmerzhaft, weil die Allergene unter die Haut gespritzt werden (danach geht es wie beim Prick-Test weiter).
Vor den Hauttests muss sich der Arzt schildern lassen, wie schwer die allergische Reaktion des Patienten ausfallen kann. Immerhin provoziert der Test eine Abwehrreaktion des Körpers - in seltenen Fällen bis hin zu allergischem Schock oder schwerer Atemnot. Risikopatienten sollten sich nur in Kliniken testen lassen, damit sie im Notfall sofort versorgt werden können.
Ein Bluttest ist sinnvoll, wenn die bisherigen Untersuchungen keine klare Diagnose ergeben oder wenn kleine Kinder zu große Angst vor dem Prick-Test haben. Im Labor wird das Blut auf Antikörper (Immunglobuline, IgE) untersucht, die ein überempfindliches Immunsystem gegen Allergene von Tieren bildet.
Ist der Spiegel des Immunglobulin E insgesamt erhöht (Gesamt-IgE), reicht das allein noch nicht für die Diagnose aus. Denn auch Rauchen, Wurminfektionen und andere Bedingungen können die Menge an IgE erhöhen. Sinnvoller ist die gezielte Untersuchung des Bluts auf spezielle Antikörper gegen Tierallergene (spezifisches IgE). Werden diese Antikörper gefunden, ist das ein wichtiger Hinweis auf die Allergie.
Mit einem Provokationstest wird überprüft, ob die beim Blut- oder Hauttest festgestellten Antikörper tatsächlich verantwortlich für die Beschwerden sind. Dazu bringt der Arzt die Nasenschleimhaut oder die Bindehaut des Auges mit dem verdächtigen Allergen in Kontakt. Gerade wenn es darum geht, sich wegen der Allergie von Haustieren zu trennen, sollte genau geprüft werden, ob nur die Katze abgeben werden muss oder auch der Hund. Wegen der heftigen allergischen Reaktion, die ein Provokationstest in seltenen Fällen auslösen kann, darf die Untersuchung nur in Anwesenheit des Arztes stattfinden.
Eine Allergie gegen bestimmte Tierarten kann leicht mit anderen allergischen Schnupfen verwechselt werden, die durch Blütenpollen, Hausstaubmilben oder Schimmelpilze verursacht werden.
Auch Virusinfektionen, bakterielle Infekte und Veränderungen des Nasengerüsts können sehr ähnliche Symptome wie die Allergien verursachen, außerdem kommen Nebenwirkungen von Medikamenten, Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten oder hormonelle Umstellungen (Schwangerschaft, Wechseljahre) infrage. Bei Verdacht auf solche Ursachen kann eine umfassende Untersuchung beim Hals-Nasen-Ohrenarzt Klarheit schaffen, bis hin zur Endoskopie der Nasennebenhöhlen oder zur Computertomographie.