Insektengiftallergiker sollten nach Möglichkeit vermeiden, erneut gestochen zu werden, und stets ein Notfallset bei sich haben. Dazu gehören ein Antihistaminikum sowie ein Kortison- und ein Adrenalinpräparat zum Inhalieren oder Spritzen. Auswahl und Dosis dieser Mittel hängen vom Schweregrad der allergischen Erkrankung und von der Behandlungsphase ab.
Im akuten Fall raten Ärzte, zunächst den Stachel so schnell wie möglich zu entfernen, falls er noch in der Haut steckt. Bei einem Bienenstich ist das meistens der Fall, bei anderen Insekten nicht. Entfernen Sie den Stachel vorsichtig, ohne dabei die mit Gift gefüllte Blase zu quetschen, die an ihm hängt, sonst gelangt noch mehr Gift in die Wunde. Am besten kratzen Sie ihn mit dem Fingernagel weg.
Wenden Sie danach schnell die Notfall-Medikamente an, wie mit dem Arzt besprochen. Eine kalte Kompresse auf der Einstichstelle lindert den Schmerz.
Fahren Sie dann umgehend zu einem Arzt oder rufen Sie den Notarzt. Das Notfallset ist nur eine Erste-Hilfe-Maßnahme und ersetzt nicht die ärztliche Behandlung.
Langfristig erfolgreich ist nur die spezifischen Immuntherapie. Der Patient bekommt das Insektengift regelmäßig in kleinen Mengen gespritzt, in wachsender Dosis. Damit soll sich sein Immunsystem an die Allergie auslösende Substanz gewöhnen und unempfindlich gegen sie werden.
Diese Therapie, die auch Hyposensibilisierung, Desensibilisierung und Allergie-Impfung genannt wird, dauert etwa drei bis fünf Jahre. Einige besonders gefährdete Menschen müssen sie ihr Leben lang fortführen.