Die Allergie-Experten von stern.de beantworten Ihre Fragen:
Vermeiden Sie Staub aufwirbelnde Arbeiten. Versuchen Sie, vor allem das Bettenbeziehen und Staubsaugen anderen zu überlassen, die keine Hausstaubmilbenallergie haben. Falls Sie diese Arbeiten nicht delegieren können, sollten Sie einen Staubsauger mit einem guten Filter benutzen. Ältere Modelle blasen oft zu viel Feinstaub wieder in die Luft. Welche Geräte für Allergiker geeignet sind, erfahren Sie beim Deutschen Alllergie- und Asthmatikerbund, bei der Stiftung Warentest oder Ökotest. Jedoch können auch bessere Filter die Luft nicht vollständig vom eingesaugten Staub befreien. Sie sollten frisch gesaugte Räume deshalb für mindestens zwei Stunden meiden. Und wenn Sie Staub wischen, sollten Sie dafür nur feuchte oder antistatische Tücher verwenden.
Spezielle Matratzen- und Bettbezüge, die für die winzigen Tiere nicht durchlässig sind, können die Beschwerden von Hausstauballergikern deutlich mindern. Zu beziehen sind sie in Sanitätshäusern oder direkt bei den Herstellern. Bei einer ärztlich diagnostizierten Hausstaubmilbenallergie übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen auf Antrag meist sogar einen Teil der Kosten für solche milbendichten Bezüge. Wichtig ist, dass Sie beim Kauf folgende Punkte beachten:
Dampfreiniger können nur einen Teil der Milben in Teppichen töten. Nach etwa drei Monaten sind es wieder so viele wie vorher. Außerdem bleibt der Teppich nach der Reinigung eine ganze Weile feucht, das haben die Milben besonders gern. Und nicht nur sie: Auch Schimmelpilze vermehren sich in feuchten Teppichen sehr schnell - für Milben ein gefundenes Fressen.
Die Symptome ähneln sich tatsächlich sehr. Jedoch treten Beschwerden bei einem allergischen Schnupfen meist wie aus heiterem Himmel auf. Ebenso schnell können sie auch wieder abklingen - kommen aber immer wieder. Bei einer Erkältung spüren Sie hingegen schon Tage oder zumindest Stunden vorher, dass sich etwas zusammenbraut, und werden den Schnupfen unter einer Woche auch nicht wieder los. Bei einer Allergie ist das Nasensekret außerdem meist wässrig und klar, nicht schleimig-zäh wie bei einer Erkältung. Beim allergischen Schnupfen gibt es auch kein Fieber oder Halsschmerzen. Besonders typische Allergiesymptome sind vor allem die juckende Nase, die brennenden Augen und die heftigen Niesanfälle.
Neben der genetischen Veranlagung gibt es einen besonders großen Risikofaktor: rauchende Eltern. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben, sind als Erwachsene mehr als doppelt so häufig Allergiker wie Kinder von nicht rauchenden Müttern. Besonderen Schutz vor Allergien bietet das Stillen. Kinder aus Allergikerfamilien sollten deshalb unbedingt Muttermilch bekommen - mindestens vier Monate lang. Wenn es nicht möglich ist zu stillen, kann auch allergenarme Säuglingsnahrung das Allergierisiko eingrenzen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt. In der Schwangerschaft und Stillzeit auf alle möglichen Allergie-Auslöser zu verzichten, bewirkt allerdings das Gegenteil: Es treibt das Allergierisiko des Kindes sogar in die Höhe - genau wie übertriebenes Putzen.