Die Experten des stern.de-Ratgebers Allergie beantworten Ihre Fragen:
Eine erblich bedingte Neigung, allergisch auf bestimmte Fremdstoffe zu reagieren, gibt es vor allem bei den drei großen allergischen Volkskrankheiten Heuschnupfen, allergisches Asthma und Neurodermitis. Viele Menschen mit einer genetisch bedingten Überempfindlichkeit haben bereits von Geburt an einen erhöhten Spiegel des Antikörpers Immunglobulin E (IgE) in ihrem Blut. Diese genetische Veranlagung spielt bei der Entstehung einer Insektengiftallergie keine wesentliche Rolle.
Ärztlichen Beobachtungen zufolge haben zwar Patienten, die bei Hauttests auf Katzen, Hausstaubmilben und Gräser reagieren, niedrigere Schwellen bei Hauttests auf Insektengift und eine höhere Konzentration von insektenspezifischem Immunglobulin E im Blut. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Risiko für eine Allergie tatsächlich erhöht ist.
Ja. Wenn Kinder plötzlich starken Juckreiz, einen Hautausschlag oder Schwellungen bekommen, kann das eine allergische Reaktion auf einen Insektenstich sein. Auch ein allergischer Schock mit Atemnot und Herz-Kreislauf-Versagen kann bereits im Kindesalter auftreten. Wenn bei einem Kind eine Überempfindlichkeit gegen Insektengift festgestellt wurde, sollten Erzieher, Lehrer und andere Betreuungspersonen unbedingt über die Allergie und ihre Behandlung informiert werden. Auch bei Kindern ist eine Hyposensibilisierung nötig, wenn sich die Reaktion nicht auf die Haut beschränkt.
Selbst wenn Sie eine spezifische Immuntherapie erfolgreich abgeschlossen haben, müssen Sie Ihre Notfallmedikamente sicherheitshalber immer bei sich tragen. Einsetzen müssen Sie sie jedoch nur, wenn Sie bei einem erkenntlichen Stich eine allergische Reaktion feststellen.