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Ratgeber Allergie

Wenn die Katze zur Qual wird

Expertenrat

Die stern.de-Allergie-Experten beantworten Ihre Fragen:

Wie kann ich eine Erkältung von einem allergischen Schnupfen unterscheiden?

Die Symptome ähneln sich tatsächlich sehr. Jedoch treten Beschwerden bei einem allergischen Schnupfen meist wie aus heiterem Himmel auf. Ebenso schnell können sie auch wieder abklingen - kommen aber immer wieder. Bei einer Erkältung spüren Sie hingegen schon Tage oder zumindest Stunden vorher, dass sich "etwas zusammenbraut" und werden den Schnupfen unter einer Woche auch nicht wieder los. Bei einer Allergie ist das Nasensekret außerdem meist wässrig und klar, nicht schleimig-zäh wie bei einer Erkältung. Auch gibt es beim allergischen Schnupfen kein Fieber und keine Halsschmerzen. Besonders typische Allergiesymptome sind vor allem die juckende Nase, die brennenden Augen und die heftigen Niesanfälle.

Wie kann ich mich oder mein Kind vor Allergien schützen?

Neben der genetischen Veranlagung gibt es einen besonders großen Risikofaktor: rauchende Eltern. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben, sind als Erwachsene mehr als doppelt so häufig Allergiker wie Kinder von nicht rauchenden Müttern.

Besonderen Schutz vor Heuschnupfen und anderen Allergien bietet das Stillen. Kinder aus Allergikerfamilien sollten deshalb unbedingt Muttermilch bekommen - mindestens vier Monate lang. Wenn es nicht möglich ist zu stillen, kann auch allergenarme Säuglingsnahrung das Allergierisiko eingrenzen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.

In der Schwangerschaft und Stillzeit auf alle möglichen Allergie-Auslöser zu verzichten, bewirkt allerdings das Gegenteil: Es treibt das Allergierisiko des Kindes sogar in die Höhe - genau wie übertriebenes Putzen.

Welche Haustiere kann ich trotz der Allergie halten?

Tiere, die kein Fell haben, sind unproblematisch: Fische, Schildkröten oder Schlangen sind zwar nicht so kuschelig wie ein Hund, eine Katze oder ein Hamster, lösen dafür aber keine Allergien aus.

Sollte ich Haustiere besser gar nicht erst anschaffen?

Dazu gibt es sehr widersprüchliche Studienergebnisse: Einige sagen, der Kontakt zu Haustieren könne das Risiko steigern, andere meinen, eigene Haustiere schützen sogar vor Allergien. Inzwischen gehen die meisten Experten davon aus, dass Tiere nur dann die Allergiegefahr erhöhen, wenn Kinder unregelmäßig oder erst spät mit ihnen in Kontakt kommen. Andere, die wie Bauernhofkinder von klein auf mit Tieren zusammenleben, haben dagegen ein deutlich geringeres Allergierisiko. Offenbar hat ihr Immunsystem mit der insgesamt erhöhten Keimbelastung, die durch das Zusammenleben mit Tieren entsteht, genug zu tun, und entwickelt keine Überempfindlichkeiten. Allerdings: Wenn in Ihrer Familie bereits andere Atopien wie Asthma, Neurodermitis oder Heuschnupfen vorkommen, sollten Sie tatsächlich keine Haustiere (insbesondere keine Felltiere) halten - vor allem keine Katzen, Hamster, Meerschweinchen oder Kaninchen. Sonst kommt zu der ursprünglichen Sensibilisierung leicht noch eine Allergie gegen Tierallergene hinzu.

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Allergie bei Kindern

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