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Ratgeber Allergie

Was tun, wenn kein Atemzug selbstverständlich ist?

In der Medizin gibt es eine alte Regel, die beinahe immer stimmt: "Alles, was pfeift, ist Asthma." Das heißt, dass ein Arzt einen Patienten mit Asthma schon allein daran erkennen kann, dass beim Ausatmen ein pfeifendes Geräusch in der Lunge und den Atemwegen zu hören ist.

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Asthma bei Kindern

Wenn es Allergien in der Familie gibt, dann besteht beim Kind tatsächlich eine erhöhte Gefahr für die Entwicklung von Asthma© Picture-Alliance

Kinder haben besonders anfällige Atemwege. Die Bronchien sind prinzipiell enger als bei Erwachsenen und haben eine empfindliche Schleimhaut. Wegen des kleineren Durchmessers verstopfen die Bronchien schneller durch den Schleim, der bei einer Entzündung abgesondert wird.

Fast die Hälfte aller Kinder hat bis zum sechsten Lebensjahr eine Bronchitis mit pfeifender Ausatmung durchgemacht. Oft fragen sich Eltern, ob eine obstruktive Bronchitis ("obstruktiv" bedeutet, dass die Atemwege verengt sind) ein Vorbote für Asthma sein kann. Die Experten kommen zu dem Schluss: Wenn es Allergien in der Familie gibt, dann besteht beim Kind tatsächlich eine erhöhte Gefahr für die Entwicklung von Asthma.

Wie kommt es zu Asthma bei Kindern?
Asthma bronchiale ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. In den vergangenen Jahren hat die Häufigkeit zugenommen; etwa jedes zehnte Kind ist betroffen. Meist tritt Asthma zum ersten Mal im Vorschulalter auf. Die Atemwege sind überempfindlich und verengt, meist ist die zugrunde liegende Ursache eine chronische Entzündung. Auslöser dafür sind bei Kindern häufig Allergien. Ein Großteil der Kinder und Jugendlichen mit Asthma reagiert allergisch auf Auslöser wie Pollen, Schimmelpilze, Tierhaare oder Hausstaubmilben. Zudem verschlechtern körperliche Anstrengung und Infektionen mit Viren und Bakterien die Symptome.

Ist Asthma heilbar?
Asthma ist eine chronische Krankheit, die zwar gut therapierbar, aber nicht heilbar ist. Bei einem Drittel der Kinder verschwindet das Asthma im Laufe der Zeit bis auf wenige Restsymptome. Bei einem Drittel der Betroffenen bessert es sich zumindest. Und beim letzten Drittel bleiben die Beschwerden gleich oder verschlechtern sich. Die schlechtesten Aussichten haben jene Kinder, die unter weiteren Allergien oder Neurodermitis leiden und die Tabakrauch ausgesetzt sind sowie jene, bei denen die Symptome in frühester Kindheit anfangen und sehr schwer verlaufen.

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