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25. März 2010, 19:20 Uhr

Neofonie enthüllt Details des iPad-Konkurrenten

Mit dem "WePad" wird die Berliner Firma Neofonie ab Juli einen Tablet-PC auf den Markt bringen, der günstiger sein und mehr können soll als das iPad. Jetzt gab es das Gerät das erste Mal zu sehen.

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Das WePad soll ein iPad ohne Einschränkungen sein© Neofonie

Noch keinen Monat ist es her, da hat Neofonie, ein kleines Unternehmen aus Berlin, die Aufmerksamkeit der Technikverliebten aus aller Welt auf sich gezogen. Wie das ging? Neofonie hat ein Tablet-PC vorgestellt, der es mit dem iPad von Apple aufnehmen soll. Mehr noch, dass "WePad" getaufte Gerät soll rein technisch sogar mehr drauf haben als der Flachmann aus Amerika.

Nun hat Neofonie auf einer Pressekonferenz mehr Details zum WePad bekannt gegeben. Wie auch das iPad wird es den deutschen Tablet-PC in verschiedenen Versionen geben: mit und ohne Sim-Karte und mit verschiedenen Speichergrößen. Die Wlan-Version mit 16 Gigabyte Speicher wird für 449 Euro zu haben sein und lässt sich per SD-Karte auf 48 Gigabyte Speicher erweitern. Das größere UMTS-Modell für 569 Euro hat die zusätzliche Bezeichnung "3G" und kann per Sim-Karte auch ohne Wlan-Versorgung ins Netz. Das Gerät verfügt über 32 Gigabyte Speicher, der sich ebenfalls um weitere 32 Gigabyte erweitern lässt. Zusätzlich ist noch ein GPS-Chip eingebaut. Das WePad 3G ist in der Lage, Videos mit einer Auflösung von 1080p, also Full-HD, darzustellen.

Günstig durch bewährte Technik

Technisch steckt in dem WePad laut Neofonie vor allem bewährte Netbook-Technik, was die Kosten senkt. Der Hauptprozessor ist ein Atom N450 von Intel mit 1,66 Gigahertz.

Das berührungsempfindliche 11,6-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1366 mal 768 Pixeln ist etwas größer als Apples Tablett (9,6 Zoll, 1024 x 768). Eine 1,3-Megapixel-Webcam ist eingebaut, ebenso verschiedene Anschlüsse wie zwei USB-Slots und ein Cardreader. All dies sucht man beim iPad vergeblich.

Mit 800 Gramm (850 g in der UMTS-Version für Mobilfunk-Datentransfer) wird es rund mehr als 100 Gramm schwerer sein als das iPad. Auch bei der Akkulaufzeit muss sich das WePad mit sechs Stunden gegenüber zehn Stunden beim iPad geschlagen geben. Beides sind allerdings Herstellerangaben. Im Alltag kann es ganz anders aussehen.

Bei der Software setzt Neofonie auf bewährte Zutaten: Das WePad-Betriebssystem ist eine angepasste Version von Linux, auf der auch Software für Googles Smartphone-Betriebssystem Android läuft. Damit könnten für das WePad Apps aus dem Android-Marketplace, der zurzeit mehr als 30.000 Programme umfasst, genutzt werden. Außerdem kann jeder Applikationen direkt für das WePad entwickeln und über einen eigenen Onlineshop vertreiben. "Meta-App-Store" nennt Neofonie-Boss Hoffer von Ankershoffen dieses Konzept: "Wir integrieren mehrere App-Stores, um dem Nutzer ein möglichst breites Angebot von Apps zu bieten und Entwickler möglichst wenig bei der Wahl der Programmiersprachen einzuschränken."

Die Bedienung über den berührungsempfindlichen Monitor sei mit mehreren Fingern gleichzeitig möglich (Multitouch). Vergrößern, verkleinern, blättern, scrollen per Fingerzeig - das funktioniere ebenso flüssig wie beim US-Konkurrenten, sagt Neofonie.

Adobe und Intel sind an Bord

Als technische Partner sind Intel und Adobe an Bord. Damit unterstreicht Neofonie einen entscheidenden Unterschied zwischen dem WePad und dem iPad: Der deutsche Mini-PC beherrscht die auf Webseiten weit verbreitete Multimedia-Technologie Flash sowie die Softwareplattform Air. Mit diesen vom US-Unternehmen Adobe entwickelten Produkten kann praktisch jeder Computer - ob unter Windows, Linux oder Mac OS X - Multimedia-Inhalte abspielen. Laut Adobe laufen 75 Prozent aller Videos im Web mit Flash.

bla/san
 
 
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