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Deutscher iPad-Konkurrent: Das WePad lebt

Die öffentliche Präsentation des deutschen iPad-Konkurrenten WePad geriet vor zwei Wochen zum PR-Desaster. Nichts funktionierte wie geplant. Spötter unkten, das WePad gebe es gar nicht. Zum Gegenbeweis hat Neofonie in kleinem Kreis ein Vorserienmodell des Tabletts vorgeführt. stern.de war dabei.

Von Ralf Sander

Seit zwei Wochen arbeitet Helmut Hoffer von Ankershoffen hauptberuflich als Retter. Eigentlich leitet er die Berliner IT-Firma Neofonie, die er vor zwölf Jahren gegründet hat. Sein Unternehmen hat gemeinsam mit der Münchner Firma 4tiitoo das WePad entwickelt, einen Tablett-Computer, der als deutsche Antwort auf Apples iPad Furore machen soll. Vor 14 Tagen wurde das Gerät auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Doch statt des echten, von Neofonie entwickelten Betriebssystems, lief nur ein Video der Software auf dem WePad. Als das auch noch schlapp machte und eine Windows-Fehlermeldung zeigte, war alles zu spät. Blogger und später auch Journalisten stürzten sich mit Häme auf das PR-Desaster. Zweifel wurden laut: Gibt es gar kein funktionierendes Teutonen-iPad? Ist das ganze Projekt nur ein schöner Schein? Seitdem ist der Neofonie-Chef unterwegs, seine eigene Glaubwürdigkeit, die seiner Firma und des Produkts namens WePad wiederherzustellen.

Um mit den Vorwürfen, es gebe gar kein funktionierendes Produkt, aufzuräumen, hat Neofonie eine Handvoll Journalisten sowie zwei IT-Blogger, die von der WePad-Community auf Facebook gewählt worden waren, ins Hauptquartier nach Berlin gebeten, um ein Vorserienmodell aus der Nähe zu begutachten. Bis zum Verkaufsstart sind es noch zwei Monate hin, Vorbestellungen sind von Dienstag an möglich, zurzeit werden Fehler in Hard- und Software ausgebügelt. Dementsprechend lassen sich aus dem noch etwas wackeligen Testgerät nur eingeschränkt Schlüsse über das Endprodukt ziehen. Erste Eindrücke von der Bedienung des Geräts vermittelte das Vorserienmodell allerdings, bevor es schlappmachte.

Steuerung per Wischtechnik

Wie Apples iPad lässt sich das WePad komplett über einen berührungsempfindlichen Bildschirm steuern. Das sanfte Wischen über das Display, das zur typischen Handbewegung bei iPhone und iPad geworden ist, hat Neofonie auch für das WePad versprochen. Und in der Tat: Die Bedienung per Fingerzeig und Wischgesten geht flüssig von der Hand. Das leichte Ruckeln in den Bewegungen der Bildschirminhalte soll noch ausgebügelt werden.

Während bei der Multitouch-Bedienung zwischen iPad und WePad nur geringe Unterschiede zu bestehen scheinen, sieht der Bildschirminhalt des deutschen Tabletts völlig anders aus als beim scheinbar übermächtigen Platzhirsch aus den USA. Auf dem iPad sind die Startknöpfe für die einzelnen Programme - Apps - nebeneinander auf blätterbaren Seiten angeordnet, so ähnlich wie in einem Buch. Beim WePad hingegen ist die Bildschirmoberfläche ein riesiger Schreibtisch, auf dem alles abgelegt werden kann. Das können Startknöpfe von Programmen wie Open Office sein aber auch Verlinkungen zu Webseiten, Eingabemasken von Suchmaschinen oder Auskunftsdiensten.

Am Interessantesten ist aber die Möglichkeit, aktive Inhalte auf der Schreibtischoberfläche zu platzieren, zum Beispiel aktuelle Nachrichtenticker oder den Wetterbericht. Da das WePad Multitasking-fähig ist - also mehrere Programme gleichzeitig ausführen kann - kann auf dem Desktop vieles "live" geschehen. Das Vorführgerät zeigte beispielsweise ein geöffnetes Fenster mit Google Maps, in dem man ständig auf den Kartendienst zugreifen konnte, ohne extra einen Browser starten zu müssen.

Endlose Pinnwand

Optisch ist die Lösung mit der riesigen Schreibtischoberfläche allerdings gewöhnungsbedürftig. Mit vielen installierten Apps erinnert sie an eine vollgepappte und scheinbar endlose Pinnwand. Was sich wo auf dem Desktop befindet, kann der Nutzer selbst anordnen.

Das zentrale Steuerungselement für das WePad ist eine Leiste an der rechten Seite des Bildschirms, die mit dem Daumen bedient wird. Ein roter Rahmen lässt sich auf einem Miniabbild des Desktops hin und herschieben und so den Bildschirminhalt bewegen. In der Leiste befinden sich außerdem einige wichtige Schaltflächen, zum Beispiel für den Webbrowser und die Übersicht der gerade laufenden Programme. Innerhalb einer Software kann außerdem auf der linken Seite eine weitere Leiste mit Funktionen dazukommen. Neofonie will so erreichen, dass man bei der Nutzung des WePad nicht umgreifen muss, sondern es auch steuern kann, während man das 800 Gramm schwere Gerät mit beiden Händen festhält. Dieses Bedienkonzept muss sich im Alltag erst noch bewähren.

Weil das WePad über vielfältige Anschlussmöglichkeiten verfügt - USB, HDMI, Speicherkarten - lassen sich vielfältige handelsübliche Geräte anschließen, vom USB-Stick über die externe Festplatte bis zu Maus und Tastatur. Alles Dinge, die mit dem iPad nicht möglich sein werden.

Nach dem Erstkontakt mit einer frühen Version des WePad lässt sich sagen: Es existiert und es funktioniert. Optisch fehlt ihm die Eleganz der Apple-Geräte, doch die Bedienung macht durchaus einen viel versprechenden Eindruck. Sein wahres Potenzial wird es erst durch noch zu entwickelnde Apps entfalten können. Ob sich nur Menschen mit ausgeprägter Apfel-Allergie für ein offenes, erweiterbares System, das auch Flash abspielt, erwärmen können, wird der Sommer zeigen.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.