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iPad-Konkurrent Joojoo: Ein Tablett (nur) zum Surfen

Kurz bevor das iPad nach Deutschland kommt, prescht ein Unbekannter vor, um Apple Konkurrenz zu machen: Joojoo. stern.de hat den Tablet-PC ausprobiert, der fast nur fürs Web gemacht ist.

Von Ralf Sander

Da ist richtig Bewegung drin: Die neue Geräteklasse der Tablet-PC liefert jede Woche Gesprächsstoff. Apple stellt die iPad-Preise für Deutschland vor. Das deutsche Konkurrenzprodukt WePad wird in WeTab umbenannt. Und nun schickt sich ein weiterer Mitspieler an, den noch jungen Markt der Flachmänner aufzumischen, die das Lesen und Websurfen revolutionieren sollen. Aus Singapur kommt ein Tablett, das immerhin auf die Silbe "Pad" im Namen verzichtet: "Joojoo" heißt es. Der Name leitet sich laut Hersteller Fusion Garage aus dem westafrikanischen Wort "juju" ab, das einen Gegenstand mit magischen Kräften bezeichnet. stern.de hat sich auf die Suche nach dem Zauber gemacht. Etwas Besonderes ist das Joojoo schon: Wo iPad und WePad auf Funktionsvielfalt durch viele Zusatzprogramme (Apps) setzen, beschränkt sich das Joojoo auf das Surfen im Web. Apps sind nicht vorgesehen. Das asiatische Gerät ist im Wesentlichen ein Browser hinter Glas.

"Wir nutzen den größten App-Store von allen: das Internet", tönt Chandrasekar Rathakrishnan. Der 29-Jährige ist Gründer und Chef von Fusion Garage. Das 14-Mann-Unternehmen hatte das Web-Tablett zunächst mit dem bekannten Technikblogger Michael Arrington ("Techcrunch") gemeinsam entwickelt, macht aber seit einem Streit im Dezember 2009 ohne den US-Amerikaner weiter. Rathakrishnan sagt: "80 Prozent der Apps sind doch nichts anderes als bereits bestehende Webangebote mit neuer Bedienoberfläche und geringerem Funktionsumfang." Deshalb sei es sinnvoller, gleich mit dem Original-Web zu arbeiten und dieses auf neue Art und Weise zu erleben.

Größer und schwerer als die Konkurrenz

Diese "neue Art und Weise" sieht so aus: Äußerlich ähnelt das Joojoo einem iPad im Querformat und mehr noch dem WeTab. Nur einen einzigen Knopf gibt es, den Ein/Aus-Schalter an der Seite. Ein schwarzer Rahmen umfasst das Multitouch-Display, das mit einer Bildschirmdiagonale von 30,7 Zentimetern (12,1 Zoll) größer als das von WeTab (11,6 Zoll) und iPad (9,7 Zoll) ist. Mit einem Gewicht von 1,1 Kilogramm ist das Joojoo allerdings auch mehrere Hundert Gramm schwerer als die Konkurrenz. Das hochauflösende Display (1366 x 768 Pixel) ist hell, klar und verspiegelt, was bei ungünstigem Betrachtungswinkel zu starken Reflexionen führt. Im Inneren des Geräts verrichtet Intels Atom seine Arbeit, ein in vielen Netbooks verwendeter Prozessor.

Das Betriebssystem, das eigentliche Geheimnis jedes Pad-Computers, besteht aus einem von Fusion Garage optimierten Browser auf Linux-Basis. Deshalb ist das Joojoo tatsächlich - wie vom Hersteller angegeben - in nur neun Sekunden startbereit. Internetseiten werden ebenfalls schnell geladen. Das Surfbrett zeigt alles an, was im Web zu finden ist - also auch die Multimediatechnik Flash, die das iPad nicht darstellen kann.

Wischi-waschi

Zwischen einzelnen Browserfenstern kann man durch Wischbewegungen auf dem berührungsempfindlichen Display hin und herblättern. Das geht rasend schnell. Die komplette Bedienung erfolgt mit einem Finger, nur zum Scrollen der Webseiten wird mit zwei Fingern gleichzeitig gewischt. Das ist gewöhnungsbedürftig. Eine Tastatur lässt sich in zwei verschiedenen Größen einblenden. Die Eingabe ist flüssig, kann aber - wie bei virtuellen Keyboards üblich - bei langen Texten keine echte Tastatur ersetzen. Leider sind die wenigsten Websites für die Bedienung per Touchscreen gestaltet, sodass man kleine Links oder Symbole nicht immer gut erwischt. Rathakrishnan setzt hierbei auf die Mitarbeit der Webseitenbetreiber, die "durch ein paar einfache Zeilen Code" ihre Angebote für die Fingerbedienung optimieren könnten. Der Joojoo-Bauer scheint zu ignorieren, dass die Apps von iPhone und iPad auch deswegen so beliebt sind, weil sie sich so unschlagbar leicht bedienen lassen.

Youtube-Videos spielt das Tablett im Browserfenster oder in einem speziellen "Joojoo"-Modus im Vollbild ab: Dank des eingebauten Ion-Grafikchips von Nvidia kann das Gerät Webvideos auch in hoher Auflösung flüssig darstellen. Das frisst allerdings ordentlich Strom und reduziert die vom Hersteller angegebene und ziemlich schlappe Akkulaufzeit von fünf Stunden um die Hälfte. Da haben die Konkurrenten die Nase weit vorne.

Zur weiteren Ausstattung des Joojoo gehören eine Webcam und ein Mikrofoneingang für Videotelefonie, eine Kopfhörerbuchse und ein USB-Anschluss. Das ist mehr, als Apples iPad zu bieten hat, aber weniger als die Berliner Konkurrenz WeTab. Wie die Zusammenarbeit mit externen Speichern wie Festplatten oder USB-Sticks funktioniert, ließ sich nicht prüfen, die Funktionen sollen aber mit einem Softwareupdate in den nächsten vier Wochen dazukommen.

Skepsis bleibt

Obwohl die Bedienung flüssig von der Hand geht und das Surfen mit dem Joojoo durchaus Spaß macht, bleibt nach dem Kurztest eine gehörige Portion Skepsis: Denn das Joojoo ist ohne das Web fast nichts. Obwohl das Gerät einen Arbeitsspeicher von 1 Gigabyte und einen Flashspeicher von 4 Gigabyte verfügt, kann man keine Inhalte auf den internen Speicher laden. Dokumente, Tabellen und Bilder müssen über Onlineangebote wie Google Docs oder Flickr gepflegt werden. Es wurden zwar einige fürs Web optimierte digitale Ausgaben großer US-Magazine gezeigt, die im Zwischenspeicher (Cache) des Browsers auch offline gelesen werden können. Kooperationen mit Verlagen seien aber noch nicht spruchreif, so Rathakrishnan.

Bisher ist nur die Wlan-Version erhältlich, eine Ausgabe für Mobilfunknetze soll im Laufe des Jahres kommen. Das heißt: zunächst kein Surfen im Park oder der U-Bahn, sondern nur zu Hause oder im Café mit Hotspot.

Das Joojoo kann ab sofort und nur online bestellt werden. In Deutschland kostet es 430 Euro plus 15 Euro Versandkosten. Das ist preiswerter als das günstigste iPad (499 Euro) und WeTab (449 Euro). Aber dennoch viel Geld für ein wenig Zauber.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.