20. Mai 2011, 21:56 Uhr

Apple ruft religiöse Gefühle hervor

Bekannte Marken verursachen bei ihren Anhängern religiöse Gefühle. Das zeigt eine Untersuchung des britischen Senders BBC. Besonders beliebt bei ihren Fans ist die Firma Apple. Von Christoph Fröhlich

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Apple ruft bei seinen Anhängern religiöse Gefühle hervor©

Für die Dokumentation "Secrets of the Superbrands" hat die britische BBC untersucht, was es mit der Bindung von Fans an bestimmte Marken auf sich hat. Der Schwerpunkt wurde dabei auf den Kult rund um die Marke Apple gelegt. Anlass war die Eröffnung des Apple Stores im Londoner Covent Garden, die von den anwesenden Menschen enthusiastisch gefeiert wurde.

Für das Experiment untersuchten Hirnforscher den Autor Alex Brooks, Herausgeber der Apple-Fanseite "World of Apple". Dabei zeigten ihm die Wissenschaftler Bilder diverser Markenprodukte, unter anderem einige Apple-Produkte. Währenddessen wurden die Reaktionen seines Gehirns auf die einzelnen Bilder mittels Magnetresonanztomographie (MRT) überwacht und miteinander verglichen.

Je nach Bild reagierten dabei unterschiedliche Hirnregionen. "Die Apple-Produkte stimulierten die gleichen Hirnregionen, die auch bei Gläubigen beim Betrachten von religiösen Symbolen reagieren. Das weist darauf hin, dass die großen technologischen Marken die Gehirnregionen beanspruchen, die auch für Religionen zuständig sind", sagt einer der Wissenschaftler.

Gibt es bald das "Apple Unser"?

Ein Gespräch mit dem Bischof von Buckingham, der die Bibel auf seinem iPad liest, scheint die These der Forscher zu unterstützen. Er verweist auf die vielen Gemeinsamkeiten zwischen dem neu eröffneten Apple Store im Covent Garden und einer Kirche - große Steinfußböden, viele Bögen und kleine Altäre, auf denen die Produkte präsentiert werden.

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass große Marken bei ihren Fans eine Art religiöses Gefühl hervorrufen und sich die Marken dessen sehr bewusst sind. Laut Alex Riley, Mitarbeiter der BBC, ist das Gefühl nicht nur auf die Marke Apple begrenzt: Auch Facebook lässt eine ähnliche Entwicklung erkennen.

Von Christoph Fröhlich
 
 
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