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15. Juli 2010, 16:56 Uhr

Apples Verkaufshit wird zum Sorgenkind

Das iPhone 4 ist zwar Apples größter Verkaufsschlager, nun droht das neue Smartphone aber Image und Börsenkurse des Unternehmens zu ramponieren. Schuld sind Empfangsprobleme, die dem Konzern offenbar frühzeitig bekannt waren. Microsoft lästert schon - und Apple beruft eilig eine Pressekonferenz ein.

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Steve Jobs soll schon früh von Nachteilen der neuartigen Konstruktion gewusst haben© Paul Sakuma/AP

Kein anderes Apple-Produkt ist jemals erfolgreicher gestartet: Seit das iPhone 4 am 24. Juni in den Handel gegangen ist, wurde das neueste Modell des Erfolgs-Smartphones bereits 1,7 Millionen Mal verkauft. Doch die jüngsten Negativ-Schlagzeilen über Empfangsprobleme beim neuen iPhone scheinen Apple jetzt zuzusetzen: Die Aktie fiel am Donnerstag an der Nasdaq im frühen Handel unter die Schwelle von 250 Dollar. Das Unternehmen lud kurzfristig und überraschend zu einer Pressekonferenz für Freitag ein. Thema sei das iPhone 4, hieß es ohne Nennung weiterer Details.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass Apple schon frühzeitig über mögliche Empfangsprobleme informiert war. Konzernchef Steve Jobs selbst soll schon früh über die Nachteile der neuartigen Konstruktion im Bilde gewesen sein. Bei dem Smartphone bildet der äußere Metallrahmen die Antenne.

Laut der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg hat ein hochrangiger Ingenieur das Management im vergangenen Jahr gewarnt, dass eine außenliegende Antenne die Empfangsleistung schwächen könnte. Auch einer von Apples Partnern unter den Mobilfunk-Betreibern hat demnach seine Sorgen geäußert.

Apple will Update, Experten empfehlen Isolierband

Zuletzt hatte eine einflussreiche US-Verbraucherorganisation Zweifel an der Erklärung von Apple geäußert, wonach es sich bei den Problemen lediglich um eine ungenaue Empfangsanzeige und keinen wirklichen Defekt handele. Apple will das Problem mit einem Software-Update aus der Welt räumen. Den Apple-Entwicklern wurde eine erste Testversion des Betriebssystems iOS 4.1 zur Verfügung gestellt. Dabei soll unter anderem die Darstellung der Signalqualität auf dem Bildschirm präzisiert werden.

Das US-amerikanische Gegenstück zur "Stiftung Warentest", die "Consumer Union" kritisierte, dass es zu einem Signalverlust kommen kann, wenn das neue Apple-Handy an einer bestimmten Stelle des Metallrahmens berührt wird. Sie empfahl, die Stelle einfach mit etwas Isolierband abzukleben.

Microsoft: "iPhone 4 ist Apples Vista"

Die Kritik am neuen iPhone stößt bei der Konkurrenz auf offene Ohren. Auf einer Microsoft-Konferenz verglich Chief Operating Officer (COO) Kevin Turner das iPhone 4 nach einem Bericht der Zeitschrift "ComputerWorld" mit den Problemen des eigenen Betriebssystems Windows Vista und sagte: "Es sieht so aus, als ob das iPhone 4 ihr Vista sein könnte, und das finde ich ok." Microsoft hat im Geschäft mit Smartphones Marktanteile eingebüßt, hofft nun aber auf ein Comeback mit dem geplanten Betriebssystem Windows Phone 7.

fw/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 16)
 
Roman25 (16.07.2010, 20:49 Uhr)
Apple ist eine Religion
Und ihr Papst - Steve Jobs - gibt Fehler natürlich nicht gerne zu.

In Technik-Fragen ist der "Technik-Papst" schließlich unfehlbar, so wie der echte Papst in Glaubensfragen.^^
dist-bln (16.07.2010, 17:49 Uhr)
@Lynx2
da kann ich nur zustimmen...
1- seid ca. 20 jahren benutzte ich macs privat und gschäftlich und habe noch keine werkstatt gesehen...
2- der apple- hype ist richtig (wobei- wird dieser nicht nur künstlich von den medie erzeugt..?)
3- wenn da iPhone einen konstruktiven fehler hat muss apple schon nachbessern...
im übrigen habe ich kein iPhone- die zwangsanbindung an die telekom... und nur telefonieren, da gibt es auch andere gute geräte...
bastian2010 (16.07.2010, 14:22 Uhr)
Ich kann nur schmunzeln...
über den Hype von Apple insbesondere dem iPhone. wonderwall hat es sehr schön auf den Punkt gebracht, kein Mensch hätte vor 10 Jahren soviel Geld für ein Spielzeug ausgeben. Ich hatte auch mal mit dem Gedanken geliebäugelt mit ein iPhone zuzulegen, doch die Politik und die extrem überhöhten Preise bei allen Apple Produkten werde ich niemals mitmachen, da kann kommen was will.
Apple wird mir immer unsympathischer und diesen Verein werde ich auf keinen Fall unterstützen... APPLE - NEIN DANKE
Lynx2 (16.07.2010, 11:27 Uhr)
Qualität?!
Habe von 5 Macs nur einmal wegen eines Lüfterfehlers der Garantie bedurft. Keine Probleme und nebst MacOS läuft Windows besser darauf, als auf den vorhandenen PCs.
Was nervt ist nur die grosse Klappe gewisser Applefanatiker (aber auch der fanatischen Gegner :) )und Mr Jobs, dem ein bisschen mehr Bescheidenheit ganz gut zu Gesicht stünde.
Grüessli
wonderwall (16.07.2010, 11:26 Uhr)
Ruin der Vernunft
Hätte uns jemand vor kanpp 10 Jahren ein Handy mit Spielzeug an Bord für rund DM 2.000,- mit einem festeingebauten Akku und lediglich 12 Monate Garantie verkaufen wollen, hätten wir uns totgelacht. Die Firma hätte kein Chance gehabt. Man wie tief seid Ihr gefallen, wenn Ihr Euch für sowas auch noch Tage vorher an die Kasse anstellt?
leisegang (16.07.2010, 09:25 Uhr)
Komischer Service bei einem Luxus-Artikel
Es ist schon sehr komisch, dass bei Apple die Garantie nur ein 1 Jahr beträgt. Für jedes Billig Gerät bekommt man heutzutage 2 Jahre. Da sollten es bei Appel schon drei sein. Wäre es bestimmt wenn die Geräte die Qualität halten würden, die sie versprechen. Man hätte damit kein Problem. Im Gegenteil so etwas würde sicherlich als werbeförderndes Qualitätsmerkmal ausgeschlachtet werden.
Lammbock (16.07.2010, 09:17 Uhr)
Nicht nur das iPhone
Leider beschränken sich die technischen Mängel bei Apple nicht nur auf das iPhone. Ich habe mir vor zwei Jahren ein MacBook angeschafft - funktional einwandfrei, dass muss man zugeben, da bin ich wirklich begeistert. Allerdings musste ich mir diese Woche einen neuen Akku bestellen, da der original Akku aufgegangen ist wie ein Hefeteilchen und das Touchpad nicht mehr zu nutzen war. Nach eigener Recherche ist das kein Einzelfall und wird von Apple als halbwegs normale Abnutzungserscheinung bezeichnet. Und Garantie gibts sowieso nicht mehr nach 1 Jahr. Qualitätsorientierung geht meiner Meinung nach über die Hard-/Software hinaus, Herr Jobs!
leisegang (16.07.2010, 09:14 Uhr)
@Greeper
Ich finde den Apfel-Jünger voll geil. Man sollte die Glaubensgemeinschaft als Religion zulassen. Und Steve Jobs, der Prophet, sollte auch gegen Plasphemie geschützt sein. Sowas auch, wo doch Lügen in unserem wirtschaftlichen Planeten zum Alltag geworden ist. Quasi, Lügen = Wahrheit ist. Aus der Tatsache das es die Lüge gar nicht gibt es sind nur falsche Präzisierungen. Stimmts Glaubensbruder?
Ach ja, übrigens, der eigentliche Erfinder von Apple, Steve Wozniak, der zusammen mit dem Verkaufsstrategen Steve Jobs Apple gegründet hat, hat Steve Jobs nach 30 Jahren die Freundschaft gekündigt nach dem er Erfahren hat das eine Softwareverkauf an Atari nicht 700 sondern 4000 Dollar betrug und Steve Jobs seinen besten Freund und Firmenmitbegründer betrogen hatte.
Timpetou (16.07.2010, 08:55 Uhr)
Den Führenden hetzt die Meute
Auch wenn man es nicht so einseitig ausdrücken muss wie der Kollege GREEPER, dennoch sollte man sich einfach mal den Smart-Phone-Markt anschauen. auch wenn sehr viele über das iPhine herziehen, so hat es doch den Markt radikal verändert. Mehr oder weniger jeder namhafte Hersteller baut etwas ähnliches. So what?!
Diejenigen, die hier über Apple als dem "Alles-regulierer" titeln, zeugen eigentlich nur von maßloser Unkenntnis. Über die Reglementierungen bei den Redmontern und den Kollegen aus Kanada mit den ach so hippen Business-Smartphones wird geflissentlich geschwiegen. Die sind überwiegend wesentlich tiefgreifender.

Klar ist, das JEDES Produkt mal eine Schwachstelle haben kann. Wichtig ist jedoch, dass der Hersteller das schnell und nachhaltig abstellt. Da ist zeitnahe reaktion - wie jetzt offenbar vn Apple angestoßen - das beste was den Kunden passieren kann.

Soweit ich sehen kann "bastelt" die Vista-Schmiede bis heute an irgendwelchen Lecks und Unzulänglichkeiten, die ebenfalls bereits in der Beta-Phase bekannt waren.

Und so kommt mir der Schrei von dort und von einigen Kommentaren hier nur so vor, wie der Pulk von Läufern, die über einen Stolperer des Führernden frohlocken. Wie sinnig!

wonderwall (16.07.2010, 08:19 Uhr)
Es mußte so kommen
Hoffe nur, dass diese ständig alles-regulieren-wollende Firma nun endlich mal sich selbst wegreguliert.
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