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18. Februar 2010, 16:11 Uhr

Spionageangriff auf tausende Firmen-PC

Mehr als 2400 Unternehmen und Organisationen weltweit sollen einem Zeitungsbericht zufolge Opfer einer weltweiten Attacke mit ferngesteuerten Rechnern geworden sein. Sensible Daten wie Banküberweisungen und Passwörter konnten die Cracker abgreifen.

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Die Angreifer nutzen als Einfallstor Schwachstellen der Betriebsysteme Windows XP und Vista© Thomas Kienzle/AP

Im Internet läuft nach Informationen des "Wall Street Journal" eine weltumspannende Attacke auf Computer, mit der innerhalb von 18 Monaten rund 74.000 Geräte in 196 Ländern geknackt wurden. Wie die Zeitung auf ihrer Internetseite unter Berufung auf das Cyber-Sicherheitsunternehmen NetWitness berichtet, werden insbesondere soziale Netzwerke genutzt, um gefährliche Angebote zum Herunterladen angeblicher Sicherheitsprogramme zu verbreiten.

Die Attacke soll von osteuropäischen Hackern ausgehen, in Deutschland im Jahr 2008 gestartet worden sein und inzwischen mehr als 2400 Unternehmen oder Organisationen erreicht haben, darunter auch zehn US-Regierungsstellen.

Den Hackern gelang es NetWitness zufolge, auf die Daten der geknackten Computer zuzugreifen und beispielsweise Banküberweisungen mitzulesen. Unter den Geschädigten befinden sich große Unternehmen, auch im Bankensektor, sowie Verwaltungen. Als Einfallstor seien Schwachstellen in den Windows-Programmen XP und Vista genutzt worden. Als konkrete Opfer werden in dem Zeitungsbericht das Pharma-Unternehmen Merck und die Filmstudios Paramount genannt.

AFP
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
nerventanz (19.02.2010, 07:32 Uhr)
Passwörter braucht man nicht "abgreifen"
Viele kann man einfach raten, weil sie im Wörterbuch stehen.

Ich bin Admin und ich sehe Botnetze von der Größe von 1500 Knoten Passwörter auf meinen Rechnern ausprobieren. Wenn jemand nicht nachgedacht hat, wird er geknackt und sein Konto als weiterer Knoten zum Knacken anderer Zugänge eingerichtet.

Ein zu einfaches Passwort kann auch viel Ärger sorgen und teuer sein. Wenn der böse Schelm, nämlich illegales Material auf dem Rechner lagert (zum Beispiel Kinderporno), kann man dann lange erklären wie das da gelandet ist.

Gerichte sind nämlich auch nicht so der Hammer in Bezug auf Thema IT (Beispiele: LG Hamburg und OLG Hamburg, die immer haarsträubende Urteile fällen).
allesklar (19.02.2010, 05:56 Uhr)
Die gesamte Welt....
....alle betroffenen Firmen sollten Microsoft ENDLICH mal verklagen - SW auszuliefern die NIX taugt - und so einfach zu umgehen ist! Geld zurueck!!
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