Per Mausklick durch Fukushimas Sperrzone

28. März 2013, 14:29 Uhr

Vor zwei Jahren überschwemmte ein Tsunami den Norden Japans und löste die Katastrophe von Fukushima aus. Nun durfte Google die Region fotografieren. Klicken Sie sich durch eine beklemmende Einsamkeit.

Es war eine der größten Katastrophen in der Geschichte: Vor zwei Jahren prallte ein Tsunami auf Japans Nordküste und hinterließ eine Spur der Zerstörung im Landesinneren. Trümmerteile wurden kilometerweit ins Landesinnere getragen, ganze Schiffe wurden in die Städte gespült. Nicht weit von der ehemaligen Atomanlage entfernt liegt Namie-machi, ein kleiner Küstenort in der Region Fukushima. Die 21.000 Einwohner wurden rechtzeitig evakuiert, die Stadt ist heute eine Sperrzone.

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Nun durfte Google erstmals mit seinen Street-View-Autos die Geisterstadt durchqueren. Die aufgenommenen Bilder zeigen eine menschenleere Region, zerstörte Häuser und angespülte Schiffe. Bürgermeister Tamotsu Baba erklärt auf dem Google-Blog, dass viele ehemalige Bewohner nach dem Zustand ihrer Stadt gefragt hätten. "Seit der März-Katastrophe hat sich die Welt weitergedreht, viele Orte in Japan haben begonnen, sich zu erholen. Doch in Namie-machi steht die Zeit still", schreibt Tamotsu Baba.

Die Fotos werden gemeinsam mit Aufnahmen aus anderen betroffenen Städten auf eine von Google auf Japanisch eingerichteten Webseite namens "Mirai e no kioku" gezeigt, was so viel bedeutet wie "Erinnerungen für die Zukunft".

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