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5. November 2007, 16:43 Uhr

Facebook und MySpace bauen Werbung aus

Die Betreiber sozialer Netzwerke wollen ihre hohen Nutzerzahlen in bare Münze umwandeln: Facebook kündigte an, demnächst das Kaufverhalten der User aufzeichnen zu lassen, MySpace bietet Werbekunden ein Selbstbedienungssystem.

Bisher nutzten die Netzwerk-Betreiber die direkten Werbemöglichkeiten eher zurückhaltend - das wird sich bald ändern© screenshot stern.de

Die Netzwerk-Websites Facebook und MySpace wollen einem Zeitungsbericht zufolge die Möglichkeiten für Werbung bei ihren Nutzern deutlich ausbauen. So solle es bei Facebook künftig möglich sein, Werbung gezielt unter Berücksichtigung zum Beispiel der persönlichen Interessen oder der Lieblingsfilme zu platzieren, berichtete das "Wall Street Journal".

Außerdem könnten Nutzer ihr Kaufverhalten zum Beispiel in Online-Shops von Facebook- Werbepartnern aufzeichnen lassen und dann ihre Freunde über ihre Einkäufe auf dem Laufenden halten. MySpace wolle eine Art Selbstbedienungssystem einführen, mit dem Unternehmen Werbeplatz auf der Website buchen können, hieß es. Sie könnten sich dann auch aussuchen, welche Nutzergruppen die Werbung sehen sollen.

Lukrativste Geschäftsmodelle im Internet

Facebook und MySpace gehören zu den Social-Networking-Websites, auf denen die Nutzer eigene Seiten einrichten und miteinander kommunizieren können. Sie gelten derzeit als eines der lukrativsten Geschäftsmodelle im Internet, weil man über sie gezielte Werbung platzieren kann. Microsoft sorgte vor kurzem für Aufsehen, als der Windows-Konzern für einen Anteil von nur 1,6 Prozent an Facebook 240 Millionen Dollar zahlte.

Kritiker warnen schon seit langem, dass die Nutzer zu viele Informationen über sich auf den Websites preisgeben und so der Wirtschaft wertvolle Daten zum Kundenverhalten liefern. Bisher nutzten die Netzwerk-Betreiber die direkten Werbemöglichkeiten eher zurückhaltend. Allmählich müssen sie jedoch ihre hohen Nutzerzahlen - bei MySpace sind mehr als 200 Millionen Menschen angemeldet, bei Facebook mehr als 50 Millionen - verstärkt auch in Umsätze ummünzen.

 
 
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