Für Homöopathie-Verfechter sind das bittere Pillen. In dem jetzt erschienenen Buch wird deutlich gezeigt, wie sie versuchen, die Debatte am Leben zu halten und gegen kritische Berichte vorzugehen. "Die Homöopathie-Lüge" gibt dabei einen guten Überblick über den aktuellen Wissensstand und die verschiedenen Mitspieler im Homöopathie-Geschäft:
Tatsächlich können viele Bundesbürger der Lehre Hahnemanns etwas abgewinnen. Jeder zweite Deutsche hat schon einmal zu homöopathischen Arzneimitteln gegriffen, ergab eine Umfrage des Allensbach-Institutes. Hinter der Sympathie für die Homöopathie steckt dabei oftmals auch eine Abneigung gegen die als kalt empfundene Gerätemedizin und der Wunsch nach Medizinern, die sich für ihre Patienten Zeit nehmen.
In diesem Punkt ließe sich aus dem Siegeszug der Homöopathie lernen, wie auch die Autoren des Buches betonen. Sie empfehlen daher, den Hokuspokus um die Kügelchen abzuschaffen - und dennoch die Anliegen der Patienten ernst zu nehmen. Zum Beispiel indem eine sprechende Medizin angemessen honoriert wird und Patientengespräche für Mediziner nicht nur dann wirtschaftlich sind, wenn sie in homöopathischen Dosen erfolgen.