Startseite

Stern Logo Ratgeber Allergie

In der Allergie-Sprechstunde

Eine allergische Erkrankung kann viele Ursachen haben. Im ersten Gespräch versucht der Allergologe herauszufinden, was Ihnen Beschwerden bereitet. Je besser Sie darauf vorbereitet sind, desto besser.

  Der Arzt sollte sich Zeit für Sie nehmen und aufmerksam zuhören

Der Arzt sollte sich Zeit für Sie nehmen und aufmerksam zuhören

Das Erstgespräch, die so genannte Anamnese, ist die erste Stufe der Diagnostik - und oft die wichtigste, weil sie entscheidende Hinweise auf das auslösende Allergen liefern kann. Daher wird der Arzt Ihnen viele Fragen stellen und versuchen herauszufinden, ob bei Ihnen eine echte Allergie vorliegt, und falls ja, an welcher Form der Überreaktion Sie wahrscheinlich leiden.

Hilfreich ist es, wenn Sie vorher ein Allergie-Tagebuch geführt haben. Damit erkennt Ihr Arzt mögliche Allergene und die Zusammenhänge zwischen Auslösern und Symptomen noch besser. Erst wenn die Diagnose feststeht, kann er Ihnen eine adäquate Therapie empfehlen - die wichtigste Voraussetzung, um Ihre Beschwerden zu lindern. Außerdem kann er Ihnen Tipps geben, wie Sie die Krankheit besser in den Griff bekommen.

Folgende Fragen wird er Ihnen möglicherweise stellen:

  • Welche Beschwerden haben Sie genau?
  • Wann treten sie auf und wie lange leiden Sie schon darunter?
  • Gibt es bestimmte Umstände oder Situationen, in denen die Beschwerden auftreten oder aufgetreten sind? Hängen die Beschwerden mit einem bestimmten Ort, einer bestimmten Umgebung zusammen?
  • Sind die Symptome stärker zu bestimmten Tages- oder Jahreszeiten?
  • Treten sie nach Kontakt mit Tieren auf oder nach dem Genuss bestimmter Nahrungsmittel?
  • Gibt es Allergien in der Familie, vor allem bei Verwandten ersten Grades wie Eltern, Geschwistern oder Kindern?
  • Welche Organe sind betroffen: Haut, Augen, Atemwege, Mund, Magen-Darm-Trakt, Nieren, Blut, Herz-Kreislauf-System?

Zusätzlich wird er die Symptome von häufigen allergischen Krankheiten abfragen. Hierzu gehören Neurodermitis (atopisches Ekzem), Heuschnupfen, Asthma und Ihnen schon bekannte Allergien. Haben Sie bereits einen Allergiepass? Den sollten Sie zum Erstgespräch mitbringen. Ihre Lebensumstände interessieren den Arzt ebenso wie Medikamente, die Sie einnehmen. All dies kann wichtige Hinweise auf eine Allergie liefern. Vielleicht haben Sie sogar schon eine Immuntherapie gemacht. Der Allergologe wird Sie schließlich auch nach anderen Krankheiten fragen, unter denen Sie leiden. Dazu zählen unter anderem Herz-Kreislauf-Krankheiten, Tumoren, Autoimmunkrankheiten oder Suchtprobleme wie das Rauchen.

Die körperliche Untersuchung: Jetzt wird es konkret

Nach dem ausführlichen Gespräch wird der Arzt einzelne Körperregionen näher untersuchen. Klagen Sie über gerötete, juckende Haut? Läuft die Nase, jucken die Augen? Sind die Nasennebenhöhlen chronisch verstopft? Ist die Mundschleimhaut geschwollen? Dann wird er sich diese Stellen genau ansehen. Leiden Sie unter Luftnot? In dem Fall wird er Ihre Lungen abhorchen. Und wenn Sie über Durchfall klagen, tastet der Arzt Ihren Bauch ab.

Abhängig von den Symptomen und den Informationen, die der Arzt im Laufe des Gesprächs und der körperlichen Untersuchung sammelt, wird er vielleicht eine Verdachtsdiagnose stellen und entsprechende Haut- und Labortests durchführen.

Anschließend besprechen Arzt und Patient die Ergebnisse. Das nennt sich Nach-Anamnese. Oft wird jetzt deutlich, welche Allergene die Krankheit tatsächlich auslösen. Oder es stellt sich heraus, dass das Testergebnis nicht zu Ihren Beschwerden passt. Dann ist die Erfahrung Ihres Arztes gefragt - er muss die Werte richtig einschätzen. Dabei gilt: In der Allergiediagnostik sind die Angaben der Patienten oftmals wichtiger als einzelne Tests. Steht die Diagnose noch nicht fest, wird der Arzt Ihnen womöglich zu einem Provokationstest raten, um die Ursache Ihrer Beschwerden dingfest zu machen. Erst wenn all das abgeklärt ist, kann er Ihnen die richtige Therapie empfehlen.

Erster Ansprechpartner: der Hausarzt

Gehen Sie mit Ihren Beschwerden zunächst zu Ihrem Hausarzt. Er kennt Sie bereits und weiß, welche Krankheiten Sie haben und welche Medikamente Sie einnehmen. Möglicherweise hat er selbst eine Weiterbildung in Allergologie. Dann kann er viele der oben beschriebenen Schritte selbst durchführen. Ansonsten überweist er Sie an einen Fachkollegen, der eine entsprechende Zusatzqualifikation in der Allergologie erworben hat. Das kann ein Hautarzt, ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt, ein Lungenfacharzt, ein Kinderarzt, ein Augenarzt oder ein Magen-Darm-Spezialist sein. Dieser Facharzt wird weitere Untersuchungen durchführen, eine Therapie empfehlen und Ihrem Hausarzt einen Bericht schicken.

Arnd Schweitzer

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools