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Zehn Tipps, woran Sie unseriöse Heilpraktiker erkennen

Wie lassen sich seriöse Anbieter von obskuren Heilpraktikern unterscheiden? Zehn Indizien, die auf Quacksalberei hindeuten.

Auch bei Heilpraktikern gilt: Genau hinschauen und nachfragen, damit Sie nicht in falsche Hände geraten

Der Heilpraktiker verspricht, dass seine Therapie gegen eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen hilft, die nichts miteinander zu tun haben? Dann ist Vorsicht geboten!

In ihrem Buch "Unheilpraktiker", das im Riemann-Verlag erschienen ist, weist die Journalistin Anousch Mueller auf Missstände in der Heilpraktikerausbildung und in der -praxis hin. Als Service hat Mueller ihrem Buch im Anhang zwei Listen beigefügt, die Tipps enthalten, wie man Quacksalberei erkennt und was einen seriösen ausmacht. Die ausführlichen Listen mit Quellenangaben befinden sich im Buch. Der stern zeigt eine Kurzversion der zehn Indizien für Quacksalberei, die vom unabhängigen, pharmakritischen Arznei-Telegramm stammt.

Demnach handelt es sich sehr wahrscheinlich um Scharlatanerie bzw. Quacksalberei, wenn eine Methode bzw. ein Produkt:

1. durch einen Hinweis auf ihre exotische Herkunft (Regenwald, Himalaya u. a.) interessant gemacht wird.

2. Heilung verspricht, wenn die Schulmedizin in einer ausweglosen Situation versagt hat.

3. durch umfangreiche Erfahrungen "untermauert" sein soll, ohne dass nachvollziehbare Daten aus kontrollierten klinischen Studien zugänglich gemacht werden.

4. gegen eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen, die nichts miteinander zu tun haben, universell wirksam sein soll.

5. regelmäßig zum Erfolg führen soll, wobei eventuelle Misserfolge jeweils der Schulmedizin angelastet werden.

6. an einzelne Personen beziehungsweise Institutionen gebunden ist, die die Therapie entwickelt haben und daran verdienen (extrem hohe Preise).

7. keine Nebenwirkungen haben oder die Nebenwirkung von Verfahren der Schulmedizin reduzieren oder aufheben soll.

8. kompliziert ist (etwa durch strenge Diätvorschriften, komplizierte Anwendungsrichtlinien u. a.), so dass Misserfolge auf Anwendungsfehler zurückgeführt werden.

9. angeblich schon seit Jahren/Jahrzehnten verwendet wird, ohne offiziell anerkannt zu sein.

10. den Wirksamkeitsbehauptungen zufolge so gut ist, dass unverständlich bleibt, warum keine Zulassung als Arzneimittel existiert.

Mehr zum Thema "Gefährliche Heilpraktiker" finden Sie in der aktuellen Ausgabe des stern: 




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