Schlank und fit auf Chipkarte

Krankenkassen schätzen gesunde Mitglieder - sie verursachen weniger Kosten. Deshalb unterstützen sie das Abnehmen. stern.de hat sich einige Abspeckkurse der Kassen angesehen.

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Manche Krankenkassen bieten Kurse zur gesunden Ernährung an©

Krankheiten, die auf falsche Ernährung zurückzuführen sind, kosten die gesetzlichen Krankenkassen rund ein Drittel ihrer Ausgaben. Um Kosten zu sparen, propagieren die Kassen Programme zum Abnehmen, die sie in den meisten Fällen auch bezuschussen.

Das ist ihnen erlaubt: Laut Paragraph 20 des Sozialgesetzbuches dürfen Krankenkassen eigene Kurs- und Beratungsangebote auflegen, die Teilnahme an Kursen finanziell fördern und Ihre Mitglieder mit Bonuspunkten belohnen.

Was Ihre Krankenkasse anbietet, erfahren Sie in der örtlichen Geschäftsstelle. Möglicherweise werben auch Volkshochschulen, Sportvereine oder Fitnesscenter für Vorsorgekurse, die von den Krankenkassen gefördert werden. Nachfragen lohnt sich, denn auch ein individueller Zuschuss für ein selbst gewähltes Angebot ist möglich.

Kassen erstatten 75 Prozent der Kursgebühr

Bundesweit bieten die gesetzlichen Krankenkassen Ernährungskurse sowie kombinierte Ernährungs-Fitness-Programme vor Ort an: Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) und die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) etwa bieten ein Online-Coaching zum Abnehmen an. Betriebskrankenkassen (BKK), besonders diejenigen, die noch eng an ihre Firma gebunden sind, sorgen für gesundes Kantinenessen oder unterstützen Sportangebote am Arbeitsplatz. Die 15 Deutschen Angestellten-Krankenkassen (DAK) setzen auf örtliche Kursangebote zu Ernährung und Fitness, meist gemeinsam mit örtlichen Anbietern, zum Beispiel Volkshochschulen.

Für einen solchen Kurs bei Drittanbietern gibt übrigens so gut wie jede Kasse Zuschüsse, auch die kleinen Kassen, die keine eigenen Angebote haben. Für einen Ernährungskurs beispielsweise mit zehn Doppelstunden müssen Sie bis zu 120 Euro bezahlen. Von den Kassen erstattet werden 75 Euro, sofern Sie nachweisen können, dass Sie zu mindestens 80 Prozent der Zeit anwesend waren. Bleiben 45 Euro, die Sie selbst übernehmen müssten.

Bei allen seriösen Programmen lernen Sie einen neuen Lebensstil. Keine Kasse würde heutzutage eine Crash-Diät oder fünf Monate Kohlsuppe fördern. Der Staat verlangt, dass die Programme nachweislich wirken. Das bedeutet: Die Teilnehmer müssen nach der Teilnahme an einem solchen Kurs langfristig schlanker bleiben.

Prämien auch für das Fitnessstudio

Zusätzlich zu den kasseneigenen Abnehmangeboten können Sie als Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung die Bonusprogramme der Kassen zu nutzen. Sie können sich sogar Angebote anrechnen lassen, die nicht von der Kasse erdacht wurden: Ernährungskurse und -beratungen, Sportabzeichen, Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Für all das gibt es Prämien. Der Blick ins Kassenangebot lohnt sich also.

Was sich in der Regel nicht lohnt: wegen guter Angebote die Kasse zu wechseln. Wer 3000 Euro verdient und von einer einfachen Kasse mit 12,5 Prozent Beitragssatz in eine Großkasse mit umfassendem Zusatzangebot und 14,5 Prozent wechselt, zahlt monatlich 60 Euro mehr ein. Auf dem freien Markt gibt es preiswertere Angebote - nicht zuletzt natürlich den stern-Abnehm-Coach für weniger als 15 Euro pro Monat: betreut und geprüft.

Bei den meisten Abspeck-Programmen der gesetzlichen Krankenkassen reicht die Zahl der Termine allerdings nicht aus, um den gesunden Lebensstil dauerhaft beizubehalten - da hilft es nur, dranzubleiben. Die Kurse lohnen sich aber besonders für Menschen, die in der Gruppe besser lernen.

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