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Silberflecken auf der Haut

Die Haut wächst schnell: Bei einer Schuppenflechte teilen sich Hautzellen in rasendem Tempo, ständig stößt die Haut Schuppen ab. Mit einer Behandlung kann man die Krankheit in den Griff bekommen.

  Alternativbehandlung: Fische knabbern an der Hand eines Psoriasis-Patienten Hautschuppen ab.

Alternativbehandlung: Fische knabbern an der Hand eines Psoriasis-Patienten Hautschuppen ab.

Entdecken Sie öfters gerötete, entzündete Stellen auf Ihrer Haut? Bilden sich dort Schuppen? Dann sind Sie vielleicht einer von etwa zwei Millionen Deutschen, die an einer Schuppenflechte leiden. Diese Hautkrankheit kommt in Europa am häufigsten vor. Und wer sie hat, hat sie für immer. Denn Schuppenflechte ist nicht heilbar. Aber Sie können sie mit einer Therapie gut in den Griff bekommen.

Sie wächst und wächst: Bei einer Schuppenflechte erneuert sich die Haut in nur wenigen Tagen - gesunde Haut braucht dafür etwa vier Wochen. So schnell sie nachwachsen, so schnell sterben die Hautzellen auch wieder ab. Deshalb rieseln täglich jede Menge Schuppen von der Haut. Irgendwann ist die Haut überfordert und kann die vielen Zellen nicht mehr abstoßen: An den betroffenen Stellen bildet sich ein dicker Schuppenpanzer. Und gleichzeitig entzünden die Stellen sich.

Warum und wie die Schuppenflechte entsteht, ist Ärzten immer noch ein Rätsel. Fest steht: Die Krankheit ist nicht ansteckend. Fest steht auch: Sie ist vererbbar. Hat bereits jemand in Ihrer Familie eine Schuppenflechte, dann erhöht sich also Ihr Risiko, auch eine Psoriasis zu entwickeln. Ausbrechen kann sie zu jedem Zeitpunkt - häufig im Jugend- oder im frühen Erwachsenenalter oder nach dem 55. Lebensjahr. Bei älteren Menschen verläuft die Schuppenflechte meistens leichter.

Medikamente: Stress oder Alkohol spielen eine Rolle

Auch äußere Anlässe können zu einer Schuppenflechte führen oder sie verschlechtern. Dazu gehören:

  • ansteckende Krankheiten - zum Beispiel eine Mandelentzündung,
  • Medikamente - zum Beispiel Mittel gegen Bluthochdruck oder Malaria,
  • psychischer Stress - zum Beispiel Konflikte in der Partnerschaft,
  • starker Alkoholkonsum,
  • Hautschädigungen - etwa durch Schnittverletzungen, Giftstoffe, Sonnenbrand oder häufiges Kratzen,
  • Absetzen von Kortisontabletten.

Eine Schuppenflechte kann ganz unterschiedlich aussehen: Im günstigen Fall sind es wenige kleine rötliche Flecken, die von silbernen Schuppen bedeckt sind. Im schlimmsten Fall ist die gesamte Haut befallen. Psoriasis kann nur in Schüben auftreten oder aber für immer bleiben. Zwar verursacht sie weder Hautkrebs noch Tumore anderer Organe. Aber sie kann Finger- und Fußnägel angreifen oder die Gelenke entzünden.

Sonnenstrahlen, Meeresluft und auch Hormone, zum Beispiel während einer Schwangerschaft, können die Beschwerden verbessern. Normalerweise geht die Entzündung im Sommer zurück. Außerdem helfen eine ganze Reihe von Cremes, Salben, Lotionen und Medikamenten. Lassen Sie sich ausgiebig von Ihrem Hautarzt beraten, um die für Sie richtigen Mittel herauszufiltern

Selbsthilfegruppe

Der Deutsche Psoriasis Bund berät Betroffene, fördert den Erfahrungsaustausch und stellt Informationsmaterial zur Verfügung.

Symptome

Erste Anzeichen für eine Schuppenflechte sind meistens punktförmige gerötete Stellen. Sie sind von silbernen Schuppen bedeckt. Am häufigsten tauchen sie an Knien und Ellbogen oder am Kopf auf. Aber auch am Ohr, am unteren Rücken, um den Bauchnabel, an den Genitalien sowie in der Gesäßspalte. Die entzündeten Herde vergrößern sich nach einiger Zeit. Sie sehen dann aus wie ein Tropfen oder eine Münze. Einzelne Flecken fließen zusammen, andere Herde bilden sich wieder zurück. So entstehen unterschiedliche Formen - zum Beispiel seltsame Ringe, Windungen, Scheiben, Landkarten. Eine Psoriasis juckt und schmerzt meist nicht. Es gibt jedoch Sonderformen, die starken Juckreiz verursachen.

Eine Sonderform heißt umgedrehte Schuppenflechte. Sie breitet sich genau dort aus, wo sie normalerweise nicht auftritt: in Körperfalten oder Gelenkbeugen. Eine andere Sonderform beginnt mit kleinen Bläschen. Sie entstehen von einem Tag auf den anderen und sind mit trüber Flüssigkeit gefüllt. Oft fiebern die Betroffenen in dieser Phase. Wenn die Bläschen sich über den gesamten Körper ausbreiten, kann das sogar lebensbedrohlich werden.

Nägel bröckeln und Gelenke schmerzen

Wenn Sie unter Schuppenflechte leiden, beobachten Sie vielleicht, dass sich Ihre Finger- und Fußnägel verändern. Das passiert etwa bei jedem zweiten Betroffenen. Die Nägel färben sich zum Beispiel gelb-bräunlich, verdicken, haben Grübchen oder bröckeln. Hautärzte nennen das dann Tüpfelnagel oder Krümelnagel. Die Nägel können auch krümeln, ohne dass die Haut rot ist und schuppt.

Ihre Finger fühlen sich morgens steif an und sind stark geschwollen? Dann hat die Psoriasis möglicherweise auch die Gelenke entzündet. Das ist schmerzhaft und passiert meist, wenn die Haut bereits verändert ist. Am häufigsten trifft es Menschen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr und zwar an den Fingern. Aber auch die Knie, die Hüft- und Sprunggelenke, die Wirbelsäule und das Kreuz-Darmbeingelenk können befallen sein.

Eine Schuppenflechte ist unberechenbar

Wenn Ihr Hautarzt eine Schuppenflechte diagnostiziert, hat er gleich zwei schlechte Nachrichten: Sie wird nie wieder ganz verschwinden. Und er kann Ihnen nicht voraussagen, wie die Krankheit verläuft. Meistens entzündet die Haut sich in Schüben und heilt dann wieder. Übrig bleiben Stellen, die etwas heller oder dunkler sind als die übrige Haut. Selten gibt es Phasen, in denen die Haut an keiner Stelle gerötet ist und schuppt. Wenn die Haut abheilt, können Sie im günstigen Fall mehrere Jahre beschwerdefrei sein.

Fast alle Menschen mit Schuppenflechte freuen sich auf den Sommer. Es geht ihnen dann besser, weil unter anderem das Sonnenlicht ihrer Haut gut bekommt. Sie wissen aber auch, dass neue Krankheitsschübe kommen werden. Das belastet sie. Denn die entzündete Haut wirkt auf viele Mitmenschen abschreckend. So kann die Psoriasis die Lebensqualität ebenso stark beeinträchtigen wie andere schwere Krankheiten.

Diagnose

Wenn Ihre Haut gerötet ist und schuppt, dann gehen Sie zum Hautarzt. Er stellt Ihnen viele Fragen, um die Ursache für Ihre Beschwerden herauszufinden. So will er wissen, ob Ihre Haut zum ersten Mal entzündet ist und wie lange schon, ob sie juckt, brennt oder ob die Gelenke schmerzen. Er erkundigt sich, ob jemand in Ihrer Familie an Schuppenflechte oder einer anderen Hautkrankheit leidet. Und er fragt, ob sie in letzter Zeit eine Hals- oder Rachenentzündung hatten oder regelmäßig Medikamente nehmen.

Nach dem Gespräch wird der Arzt Ihre Haut genau anschauen. Er achtet dabei vor allem auf die Stellen, die oft von Schuppenflechte befallen sind: Kopfhaut, Ohren, Bauchnabel, Ellenbogen, Knie, Genitale, Nägel, Gesäßspalte. Entdeckt er dort scharf begrenzte entzündliche Hautstellen mit silbernen Schuppen, kann er in der Regel schon auf eine Psoriasis schließen.

Kratzprobe und Mikroskop machen es klar

Um ganz sicher zu sein, kann Ihre Hautärztin die Diagnose mit einer Kratzprobe untermauern: Mit der stumpfen Seite eines Spatels kratzt sie vorsichtig schichtweise über eine betroffene Hautstelle. Bei einer Psoriasis sieht sie dann nacheinander folgende Zeichen: Die Schuppen lösen sich wie Wachs, den man von einer Kerze kratzt. Nachdem sie alle Schuppen abgekratzt hat, zeigt sich ein dünnes glänzendes Häutchen. Entfernt sie auch das letzte Häutchen, blutet die Stelle punktförmig, ohne Schmerzen zu verursachen.

Ist Ihr Arzt noch immer nicht davon überzeugt, dass Sie an einer Schuppenflechte leiden, dann entnimmt er eine Hautprobe. Er lässt das Probematerial im Labor unter dem Mikroskop untersuchen. Entdecken die Mitarbeiter im Labor zum Beispiel zahlreiche Blutgefäße, Horn- und Entzündungszellen sowie eine verbreiterte oberste Hautschicht, dann sind sie sicher: Es ist Psoriasis.

Der Hautarzt schließt andere Krankheiten aus

Ihr Hautarzt wird Ihnen auch Blut abnehmen. Er kann am Blut zwar nicht erkennen, ob Sie eine Schuppenflechte haben. Aber er kann beurteilen, wie stark Ihre Haut entzündet ist. Wenn Sie unter Gelenkbeschwerden leiden, bestimmt der Arzt zusätzlich die sogenannten Rheumafaktoren im Blut. Die kann er nur dann feststellen, wenn Sie tatsächlich unter Rheuma leiden. Steckt allein Psoriasis hinter den Gelenkschmerzen, dann ist das Ergebnis negativ. Um Ihre Gelenkbeschwerden besser einordnen zu können, wird Ihr Arzt die betroffenen Gelenke immer auch röntgen.

Entzündete Haut, verfärbte, verdickte Finger- und Fußnägel, entzündete Gelenke - diese Beschwerden treten auch bei anderen Krankheiten auf. Ekzeme, Pilze, Hauttumore können Haut und Nägel schädigen. Manche Arzneimittel verursachen Hautprobleme, auch Geschlechtskrankheiten wie die Syphilis können Hautkrankheiten nach sich ziehen. Die Gelenke schmerzen auch bei einer rheumatischen Gelenkentzündung. Ihr Hautarzt muss also immer prüfen, ob nicht eine andere Krankheit hinter den Symptomen steckt.

Therapie

Wenn Sie unter einer Psoriasis leiden, empfiehlt Ihnen Ihr Hautarzt zunächst, die Schuppen von der Haut zu lösen. Das geht am besten, wenn Sie die Stellen mit einem Salizylsäure-Vaseline-Gemisch oder einer Harnstoffsalbe einschmieren. Auch Sole- oder Ölbäder helfen dabei, die überschüssige Haut zu entfernen.

Erst danach kann der Arzt mit der eigentlichen Therapie beginnen, da die Wirkstoffe nun besser an die entzündete Haut gelangen. Grundsätzlich kann sie Cremes, Salben, Lotionen, Tabletten, Spritzen und ultraviolette Strahlen einsetzen, um Ihre Beschwerden zu lindern. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie die Schuppenflechte aussieht und wo sie auftritt, ob Bläschen auf der Haut sind oder die Gelenke schmerzen. Es spielt auch eine Rolle, ob Sie Nachwuchs planen, wie alt Sie sind und welchen Beruf Sie ausüben.

Seien Sie vorsichtig mit Kortison

Fast immer wird Ihnen der Arzt eine Creme oder Salbe verschreiben. Sie schmieren sie direkt auf die kranke Hautstelle. Leiden Sie unter einer leichten Form der Psoriasis, dann reicht das oft aus. Bei stark ausgeprägter Schuppenflechte ergänzt es die Behandlung. Die Cremes hemmen unter anderem das Zellwachstum und lindern die Entzündung. Sie enthalten Wirkstoffe wie Dithranol, Vitamin-D3-Präparate, Vitamin A ähnliche Stoffe oder Kortison.

Aber denken Sie dran: Ihre Hautprobleme können wieder stärker werden, wenn sie eine kortisonhaltige Creme absetzen. Verwenden Sie Kortisonpräparate deshalb nur für kurze Zeit, nur zusammen mit anderen Therapien und ausschließlich nach Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Da Sonne der Haut oft gut bekommt, setzen Ärzte auch ultraviolette Strahlen ein. Sie hemmen die Entzündung und lindern die Symptome einer Schuppenflechte. Bei der sogenannten Photochemotherapie kombiniert der Spezialist die Strahlen mit Tabletten, die den Wirkstoff Psoralen enthalten. Der verstärkt die Wirkung der Strahlen. Nach einigen Wochen mit jeweils zwei bis vier Behandlungen klingen die Symptome ab. Diese Methode lässt die Haut bei den meisten Psoriasisgeplagten fast abheilen. Manchmal verschwinden die Hautentzündungen sogar für längere Zeit.

Wenn es ganz schlimm wird, helfen Pillen und Spritzen

Leiden Sie unter einer starken Schuppenflechte, die vielleicht auch mit Gelenkbeschwerden oder Bläschen auf Ihrer Haut einhergeht? Dann besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Medikamente oder Spritzen sinnvoll sind. Deren Wirkstoffe bekämpfen Entzündungen oder verhindern, dass sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper wendet. Die Therapie sollte gleichzeitig wirksam und nebenwirkungsarm sein. Deshalb wählt Ihr Arzt genau die Medikamente aus, die zu Ihnen und Ihrem Krankheitsbild passen. Eventuell kombiniert er verschiedene Mittel. Das hilft meistens noch besser.

Mithilfe von Cremes, Strahlen und Medikamenten lassen sich Ihre Beschwerden unterdrücken. Sie müssen aber immer wieder mit Schüben rechnen. Da die Schuppenflechte Sie vermutlich Ihr Leben lang begleiten wird, informieren Sie sich gut über Ihre Krankheit. Nehmen Sie am besten an einer Schulung teil. Dort lernen Sie unter anderem, wie Sie Ihre Haut richtig pflegen und die Krankheit besser bewältigen können. Fühlen Sie sich durch die Psoriasis entstellt, dann gehen Sie zu einem Psychotherapeuten oder einer Selbsthilfegruppe. Der Deutsche Psoriasis Bund e.V. kann Ihnen einen Kontakt vermitteln.

Tipps

  • Halten Sie Ihre Fingernägel kurz und sauber. So verletzten Sie Ihre Haut beim Kratzen nicht noch mehr. Denn häufiges Kratzen kann den Juckreiz noch verschlimmern. Besser als Kratzen ist: Die Nägel nur auf die betroffenen Stellen drücken.
  • Kühlen Sie stark juckende Hautstellen mit kalten Gelkompressen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Haut nicht austrocknet. Reiben Sie Ihren Körper regelmäßig mit rückfettenden Cremes oder Lotionen ein. Schön geschmeidig halten zum Beispiel fünf- bis zehnprozentige Harnstoffcremes.
  • Baden Sie nicht in heißem Wasser und cremen Sie Ihre Haut nach dem Bad gut ein.
  • Probieren Sie auch Mittel auf Olivenölbasis, Arnika, Glycerol oder Aloe Vera, um den Juckreiz zu lindern.
  • Benutzen Sie teerhaltige Präparate, wenn Sie zu Kopfschuppen neigen. Damit beugen Sie auch weiteren Schüben vor.
  • Behandeln Sie auch kleinste Hautveränderungen sofort und konsequent, da die betroffenen Stellen sich sonst vergrößern könnten.
  • Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten. Nikotin- und Tabakbestandteile verschlechtern Ihre Hautkrankheit, vor allem an den Handflächen und Fußsohlen.
  • Belasten Sie Ihre Ellbogen und Knie nicht zu stark, zum Beispiel durch dauerhaftes Knien. Durch den Druck kann an diesen Hautstellen eine Psoriasis wieder aufflammen.
  • Gehen Sie sofort zum Hautarzt, wenn sich Ihre Schuppenflechte verschlechtert oder neue Hautveränderungen dazu kommen. Der Arzt wird Sie sofort behandeln und andere mögliche Hauterkrankungen ausschließen.
  • Wenn Sie Gelenkschmerzen haben oder sich Ihre Gelenke morgens steif anfühlen, dann suchen Sie sofort einen Rheumatologen auf. Er stellt fest, ob Sie an einer psoriatischen Gelenkentzündung leiden. Und beginnt sofort mit der Behandlung, um eine fortschreitende Gelenkzerstörung zu verhindern.
  • Verzichten Sie auf Solarienbesuche, da nicht ärztlich kontrollierte UV-Bestrahlung einen Sonnenbrand oder Hautkrebs verursachen kann und Ihre Haut vorzeitig altern lässt.
  • Unterziehen Sie sich gerade einer Lichttherapie beim Hautarzt, dann setzen Sie sich nicht noch zusätzlich in die Sonne. Ihre Haut hat bereits genügend UV-Strahlen getankt. Und Sie riskieren einen Sonnenbrand.
  • Haben Sie das Gefühl, dass andere Menschen Sie wegen Ihrer Hautkrankheit meiden? Wenn Sie das zunehmend belastet, dann suchen Sie einen Psychotherapeuten oder eine Selbsthilfegruppe auf.
  • Schlafen Sie ausreichend. Vermeiden Sie Stress oder lernen Sie, mit Stress besser umzugehen.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport.
  • Vermeiden Sie Übergewicht und verzichten Sie vor allem während akuter Schübe auf tierische Fette.

Expertenrat

Thomas Diepgen, Leiter der Abteilung Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie an der Uniklinik Heidelberg, antwortet

Viel häufiger als eine Schuppenflechte ist ein Ekzem, das zum Beispiel durch einen hautreizenden Stoff oder eine Kontaktallergie entstanden ist. An eine Psoriasis müssen Sie denken, wenn die typischen Hautstellen gerötet sind und schuppen, also die Kopfhaut und die Streckseiten der Ellenbogen und Knie. Wenn es juckt oder brennt, Ihre Haut gerötet ist oder schuppt, sollten Sie zum Hautarzt gehen, weil es wichtig ist zu wissen, woran Sie erkrankt sind. Denn nur mit einer richtigen Diagnose kann Ihr Arzt Sie möglichst frühzeitig und optimal therapieren. Häufig befallen zum Beispiel auch Pilze die Haut und breiten sich weiter aus. Dies kann nur der Hautarzt unterscheiden und gezielt behandeln.

Dies kommt einerseits darauf an, wie sehr sich die Krankheit auf Ihrer Haut ausgedehnt hat. Andererseits hängt es auch davon ab, inwiefern sich Ihre Beschwerden noch mit Cremes und Salben lindern lassen. Juckt und schuppt Ihre Haut schon nach kurzer Zeit wieder, sollten Sie mit Ihrem Hautarzt besprechen, ob es sinnvoll ist, zusätzlich Medikamente einzusetzen. Es gibt auch Fälle von Schuppenflechte, die sofort mit Medikamenten behandelt werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel ein starker Schub der Psoriasis, bei dem sich zahlreiche Bläschen auf Ihrer Haut bilden, sowie eine sehr ausgedehnte Schuppenflechte, die den gesamten Körper befällt, die sogenannte Erythrodermie.

Lassen Sie sich von einem Psoriasisspezialisten beraten. An vielen Universitätskliniken gibt es zum Beispiel Beratungsstellen für Schuppenflechte. Dort kann der Arzt dann auch neue Therapieformen erwägen, zum Beispiel sogenannte Biologics, welche die Entzündung bekämpfen. Dies muss aber im Einzelfall immer gut abgestimmt werden, nicht nur, weil die Behandlung sehr teuer ist. Sie darf auch nicht angewendet werden, wenn bestimmte andere Krankheiten vorliegen. Außerdem können Nebenwirkungen auftreten. Daran lässt sich schon erkennen, dass die Psoriasistherapie grundsätzlich individuell abgestimmt werden muss.

Da bin ich eher skeptisch. Bei der Psoriasis handelt es sich um eine genetisch veranlagte Krankheit, deren Ursache sich nicht therapieren lässt. Allerdings können wir heute schon mit Medikamenten wie den Biologics, die in den Abwehrprozess des Körpers eingreifen, relativ ursächlich behandeln und bei vielen Psoriatikern dauerhaft eine Symptomfreiheit erzielen. Damit sind sie ja praktisch geheilt. Allerdings bleibt die Veranlagung zur Schuppenflechte ein Leben lang bestehen.

Forschung

Die kleinen tierischen Helfer stammen aus Südwestasien und heißen Garra rufa. Diese rötlichen Saugbarben knabbern Badenden die Hautschuppen ab, um sie als Eiweißquelle zu nutzen. Die Minimassage der sogenannten Doktorfische fühlt sich sehr angenehm an. Und nicht nur das: Sie kann Menschen mit Psoriasis anscheinend auch von ihren Qualen befreien.

Zumindest liefert eine kleine und nur begrenzt aussagefähige Studie aus der Medizinischen Universität Wien Hinweise darauf: Fast alle Psoriatiker legten sich täglich für zwei Stunden mit den kleinen Fischen in eine Badewanne. Sie bekamen danach eine drei- bis fünfminütige UV-Strahlung und cremten sich anschließend mit sehr fetthaltigen Salbe ein. Das Ergebnis: Nach drei Wochen hatten sie die Beschwerden verringert. Der Behandlungserfolg hielt durchschnittlich acht Monate an.

Experten sehen im Einsatz der Doktorfische eine entwicklungsfähige Therapiemöglichkeit bei Schuppenflechte. Allerdings empfehlen sie zunächst größere kontrollierte Untersuchungen. Dann können die Wissenschaftler endgültig bewerten, inwiefern diese sogenannte Ichthyo-Therapie, also die Behandlung von Schuppen, wirkt.

Wolfgang Schillings

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