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Mit jedem Atemzug mehr verstehen

Wenn Sie Probleme beim Atmen haben oder die Bronchien sich eng anfühlen, können Lungenfunktionstests helfen herauszufinden, woran das liegt. Vielleicht haben Sie Asthma, möglicherweise aber auch eine Bronchitis.

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Das Spirometer ist das am häufigsten eingesetzte Gerät, um die Lungenfunktion zu überprüfen© Picture-Alliance

Es gibt verschiedene Tests, die ein Lungenfacharzt machen kann: unter anderen eine Spirometrie, eine Ganzkörper-Plethysmografie oder eine Blutgas-Analyse. Vielleicht lässt Sie der Arzt aber auch in ein Peak-Flow-Meter pusten. Das ist eine Plastikröhre, die aussieht wie eine kurze, dicke Flöte, die nach oben knickt. Sie pusten hinein, und der Luftstrom treibt ein Federchen nach oben. Je höher es fliegt, desto besser. Der Peak-Flow-Wert gibt die maximale Atemstromstärke in Liter pro Sekunde an. Anhand dieses Wertes kann der Arzt beurteilen, ob Ihr Atemstrom auf Widerstände stößt.

Spirometrie

Bei einer Spirometrie atmen und pusten Sie unter Anleitung der Sprechstundenhilfe in das Mundstück eines Messgerätes, des Spirometers. Es kann Folgendes messen:

  • wie viel und mit welcher Kraft Sie ausatmen,
  • wie viel Luft Sie während der ersten Sekunde ausatmen,
  • wie viel Luft Ihre Lunge maximal aufnehmen und abgeben kann (die so genannte Vitalkapazität),
  • wie viel Sauerstoff Ihr Blut transportieren kann, wenn Sie sich anstrengen, zum Beispiel auf dem Fahrrad-Ergometer.

Ganzkörper-Plethysmographie

Ist Ihr Arzt noch immer unsicher, was mit Ihrer Lunge nicht stimmt, kann er eine Ganzkörper-Plethysmographie veranlassen. Da das Verfahren sehr aufwendig ist, bieten es nur Spezialpraxen und Kliniken an. Während des Tests sitzen Sie in einer Glaskabine, ähnlich einer Telefonzelle, und atmen in ein Messgerät. Dieses misst unter anderem die Menge an Luft, die nach dem Ausatmen in Ihrer Lunge zurückbleibt. Außerdem kann der Facharzt durch den Test erfahren, wie viel Widerstand die Atemwege dem Luftstrom entgegensetzen.

Blutgas-Analyse

Eine Blutgas-Analyse kann die Lungenfunktionstests ergänzen. Dafür entnimmt Ihnen der Arzt Blut aus dem Ohrläppchen. Ein Analysegerät stellt anschließend fest, wie viel Sauerstoff und wie viel Kohlendioxid Ihr Blut enthält. Aus beiden Werten kann der Arzt Rückschlüsse darauf ziehen, ob der Austausch zwischen Sauerstoff und Kohlendioxid in den Lungen gestört ist oder nicht.

Wolfgang Schillings
 
 
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