Anfangs deutet nichts auf Mumps hin. Ihr Kind fiebert leicht, es ist müde und schlapp, es mag nicht essen und klagt vielleicht über leichte Kopf- und Magenschmerzen.
Nach ein, zwei Tagen schwillt innerhalb von 24 Stunden die Speicheldrüse an, sie liegt vor und unter dem Ohr. Das kann ohne Vorboten geschehen. Dick wird es zunächst nur auf einer Seite. Während die Wange schwillt, klagt das Kind über Schmerzen rund um das Ohr, besonders wenn es kaut, schluckt oder seinen Kopf bewegt. Die dicke Wange fühlt sich teigig und weich an. Berühren Sie die Stelle, tut Ihrem Kind das weh.
Bei rund 70 Prozent der Kinder bläht sich nach ein bis zwei Tagen auch die andere Wange auf. Die Drüsen können sich so sehr vergrößern, dass Ihr Kind ein richtiges Mondgesicht bekommt. Dabei spannt die Haut und die Ohrläppchen stehen ab. In dieser Phase kann das Fieber auf 39 bis 40 Grad Celsius steigen. Nach einer Woche ist in der Regel alles vorbei. Das Fieber ist weg, die Schwellungen verschwinden.
Diese Symptome sind typisch, aber nicht zwingend. 30 bis 40 Prozent der Mumpsinfektionen verlaufen völlig ohne Symptome. Oder sie erinnern eher an eine Erkältung: Das passiert bei etwa der Hälfte der Kinder, die noch keine fünf Jahre alt sind.
Ob mit oder ohne Symptome - ansteckend ist Mumps immer. Bereits sieben Tage vor und bis zu neun Tagen nach der Schwellung der Speicheldrüsen können Mumpskranke andere anstecken. Am größten ist die Gefahr zwei Tage vor und vier Tage nach Ausbruch der Krankheit.
Ziegenpeter kommt und geht in der Regel von alleine und verläuft ohne Probleme. Die Mumpsviren können allerdings auch andere Organe befallen. Je älter die Kinder sind, desto größer ist die Gefahr. Solche Komplikationen können sogar auftreten, wenn die typischen dicken Wangen ausbleiben.
Die am häufigsten vorkommende Komplikation ist eine Hirnhautentzündung. Das passiert bei drei bis zehn Prozent der mumpskranken Kinder. Seien Sie daher aufmerksam: Wirkt Ihr Kind benommen, teilnahmslos und schläfrig? Erbricht es? Hat es Kopfschmerzen oder einen steifen Nacken? Kann es den Kopf nicht mehr zum Kinn beugen? Oder bekommt es gar einen epileptischen Krampfall? Das alles sind Zeichen einer Entzündung des Hirns oder der Hirnhaut. Sie sollten dann möglichst schnell zum Kinderarzt gehen.
Auch die Bauchspeicheldrüse kann sich entzünden. Sie merken es, wenn Ihr Kind über Schmerzen im Oberbauch klagt, ihm übel ist oder es erbricht. Das ist zwar nicht gefährlich, aber sehr unangenehm. Gehen Sie samt Kind zur Kinderärztin.
Die Mumpserreger können die Hoden befallen. Sie sind dann entzündet, geschwollen und schmerzen sehr. Vor der Pubertät passiert das selten, nach der Pubertät häufig. Bis zu einem Drittel der mumpskranken jungen Männer bekommen eine Hodenentzündung. In seltenen Fällen werden die Betroffenen dadurch unfruchtbar. Bei jungen Frauen können Mumpsivren die Eierstöcke entzünden. Etwa jede zwanzigste Frau trifft es. Dann schmerzt der Unterleib leicht, zudem ist er druckempfindlich. Sehr selten werden Frauen dadurch unfruchtbar.