Mumps ist meistens eine völlig harmlose Sache. Sie können Ihr Kind problemlos zu Hause betreuen. Medikamente, die die Viren bekämpfen, gibt es ohnehin nicht. Sie sind auch nicht nötig, weil die Krankheit von alleine verschwindet.
Ihr Arzt kann Ihnen jedoch Mittel gegen die Beschwerden geben. Dazu gehören Arzneimittel, die Fieber senken und Schmerzen lindern. Vorsicht beim Wirkstoff Acetyl-Salicyl-Säure (ASS) ! Kinder unter 14 Jahren sollten damit nicht behandelt werden. Denn die Tabletten können seltene, aber gefährliche Nebenwirkungen bei Kindern entfalten.
Ratsam kann Bettruhe sein, vor allem wenn Ihr Kind anfangs Fieber hat. Dagegen helfen kalte Wadenwickel. Es kann auch sein, dass Ihr Kind sich trotz Infektion wohl fühlt - Sie können es dann ruhig herumlaufen lassen. Probieren Sie aus, was Ihrem Kind gut tut. Bei manchen Kindern lindern kalte Umschläge auf der Wange die Beschwerden, bei anderen sind es warme Wickel. Püriertes Essen, Breie und Suppen ersparen Ihrem Kind das schmerzhafte Kauen. Außerdem: Lassen Sie es viel Tee oder Mineralwasser ohne Kohlensäure trinken. Saure Getränke wie etwa Orangensaft sind nicht so gut. Denn die Fruchtsäure regt den Speichelfluss an. Das schmerzt.
Gehen Sie zur Kinderärztin, wenn Ihr Kind erbricht, wenn es über starke Bauchschmerzen klagt, starke Kopfschmerzen auftreten, wenn es nicht mehr ansprechbar erscheint oder sein Nacken steif wird. Rufen Sie den Kinderarzt an, wenn das Fieber trotz fiebersenkender Medikamente nicht unter 40 Grad Celsius sinkt.