. .

Ratgeber Kopfschmerz

Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 

Unter anderen Umständen lässt die Pein nach

Migräne in der Schwangerschaft

Migränegeplagte Frauen, die schwanger sind, können in doppelter Hinsicht guter Hoffnung sein: Bei vielen von ihnen verschwindet der quälende Schmerz. Über die Ursachen rätseln Forscher noch.

Therapie

Nimm lieber keine!

Wenn Sie Migräne haben, ist das weder für die Schwangerschaft noch für das Ungeborene noch für die Geburt gefährlich. Sie müssen daher keine Medikamente nehmen.

Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin beraten, was Sie tun können und welche Medikamente Sie auf keinen Fall nehmen dürfen.
Grundsätzlich gilt: Meiden Sie Arzneimittel! Sie können Ihrem Kind nachweislich schaden. Bei vielen Substanzen wurde nie oder nur unzureichend untersucht, ob sie Auswirkungen auf das Ungeborene haben. Vorsichtig sollten Sie auch noch nach der Geburt sein: Viele Medikamente können in die Muttermilch gelangen und so Ihrem Kind zusetzen.

Nur wenn es gar nicht anders geht, können Sie während der Migräne-Attacke Paracetamol nehmen. Dies ist nur dann in Ordnung, wenn Sie über das erste Schwangerschaftsdrittel hinaus sind und häufig schwere Attacken haben. Geeignet ist ein Zäpfchen, eine Pille oder eine Brause-Tablette à 1000 Milligramm. Der Wirkstoff erreicht das Kind über die Nabelschnur im Mutterleib und geht in die Muttermilch über. Er verursacht keine Fehlbildungen beim Kind - das haben Untersuchungen ergeben.

Von etlichen Pillen sollten Sie die Finger lassen

Triptane für den akuten Migräne-Anfall sind in der Schwangerschaft tabu. Als vorbeugende Medikamente kommen - wenn überhaupt - nur Betablocker wie Metoprolol oder Propanolol in Frage. Andernfalls riskieren Sie, Probleme vor oder während der Geburt zu bekommen - oder sogar ein behindertes Kind.

Nur bedingt empfehlenswert sind:

Metoclopramid wirkt gegen Übelkeit und Erbrechen, sollte aber nicht im ersten Schwangerschafts-Drittel und nicht in der Stillzeit genommen werden. Maximale Dosis: 20 Milligramm.
Das Schmerzmittel Acetyl-Salicyl-Säure (ASS) ist nur im zweiten Schwangerschafts-Drittel erlaubt, danach darf es keinesfalls weiter genommen werden. Die höchste Dosis darf 1000 Milligramm nicht übersteigen. Die Substanz verursacht zwar keine Missbildungen bei Kindern, aber sie verlängert die Schwangerschaft sowie die Geburt und kann zu einem erhöhten Blutverlust führen. Neugeborene können eine Blutung im Kopf bekommen. In der Stillzeit ist ASS nur in niedriger Dosierung erlaubt, wird die Substanz regelmäßig oder in hohen Dosen eingenommen, sind Risiken für das Neugeborene nicht auszuschließen.



Nicht empfehlenswert sind:



Schmerzmittel aus der Klasse der nicht-steroidalen Anti-Rheumatika (NSRA) wie Ibuprofen oder Naproxen. Die Auswirkungen sind nicht hinreichend untersucht. Es besteht die Gefahr, dass sich die Schwangerschaft verlängert, der Blutdruck steigt und die Blutungsneigung bei Mutter und Kind zunimmt.
Triptane: Bisher fehlt der Nachweis, dass die Substanzen problemlos in der Schwangerschaft und Stillzeit genommen werden können.
Absolut tabu sind vorbeugende Medikamente wie Flunarizin und Serotonin-Antagonisten.




Vorbeugen können Sie mit Magnesium

Wenn Sie während der Schwangerschaft Migräne-Attacken vorbeugen wollen, ist Magnesium empfehlenswert. Das Mineral schadet weder in der Schwangerschaft noch in der Stillzeit, sofern Sie die Höchstdosis von 600 Milligramm pro Tag - als Kapsel oder als Trinkgranulat - nicht überschreiten. Bei extrem schwerer Migräne, vor allem bei Migräne mit Aura, wirkt es aber nicht bei allen Frauen gut. Ausprobieren können Sie es trotzdem.

Nur bedingt empfehlenswert sind Betablocker wie Propranolol. Das Medikament wird hauptsächlich gegen Bluthochdruck verwendet, kann aber auch Migräne-Attacken vorbeugen. Bislang gibt es keine Belege, dass die Substanz dem Kind im Mutterleib schadet. In der Stillphase sollten Sie die Arznei allerdings nicht schlucken, weil der Wirkstoff in die Milch übergeht und beim Neugeborenen den Herzschlag und die Atmung verlangsamt. Möglicherweise sinkt auch der Blutzucker-Spiegel Ihres Kindes zu stark. Daher sollten Sie Betablocker nur nehmen, wenn es gar nicht anders geht. Die empfohlene Dosis liegt bei 100 bis 200 Milligramm pro Tag.

Am besten ist es, den Migräne-Attacken ohne Medikamente vorzubeugen: mit Entspannungs-Übungen, regelmäßigem Schlaf, mit Massagen oder Biofeedback-Methoden. Finden Sie heraus, was bei Ihnen als Migräne auslöst und meiden Sie diese Situationen.



Beate Wagner

Adobe Flash Player

Zehn Übungen für den Nacken

Schmerzt Ihr Nacken? Unsere Übungen helfen Ihnen, Kopfschmerzen vom Spannungstyp vorzubeugen.