Migränegeplagte Frauen, die schwanger sind, können in doppelter Hinsicht guter Hoffnung sein: Bei vielen von ihnen verschwindet der quälende Schmerz. Über die Ursachen rätseln Forscher noch.
Nervenbeschwerden vor der Geburt
In der Schwangerschaft leiden Frauen mit Migräne deutlich häufiger an unangenehmen Nerven-Beschwerden: Sie haben Seh- und Sprachstörungen, ihre Finger, Arme oder Unterkiefer werden taub, ihre Muskeln versagen zum Teil den Dienst und werden schwach, ihre Gliedmaßen sind wie gelähmt.
Das ergab eine Studie mit 1631 Schwangeren. Etwa ein Viertel der Frauen hatte auch vor der Schwangerschaft bereits eine Migräne. Die Untersuchung zeigt, dass Frauen mit Migräne am Ende der Schwangerschaft definitiv häufiger an Nerven-Beschwerden litten als andere Frauen. Eine Ursache dafür nennt die Studie nicht.
Beate Wagner