9. Februar 2013, 11:19 Uhr

Einziger deutscher Film "Gold" geht ins Rennen

Ein Auswanderer-Epos in Kanada und Nina Hoss zu Pferde: Spannend wird es auf der Berlinale, wenn der einzige deutsche Film im Wettbewerb läuft.

Berlinale, Gold, Thomas Arslan, deutscher Film

Die Schauspielerin Nina Hoss in einer Szene des Films "Gold"©

Bei der 63. Berlinale stellt Thomas Arslan heute den einzigen deutschen Film im Rennen um die Bären vor. In "Gold" mit Nina Hoss geht es um Auswanderer, die im Kanada des 19. Jahrhunderts ihr Glück suchen. Hoss war auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin schon mehrfach zu Gast, so im Vorjahr in dem DDR-Drama "Barbara".

Der Schwede Fredrik Bond hat es mit seinem Debüt "The Necessary Death Of Charly Countryman" in den Wettbewerb geschafft. Shia LaBeouf spielt darin einen unbedarften Amerikaner, der nach dem Tod seiner Mutter nach Bukarest reist. In weiteren Rollen sind Evan Rachel Wood, Mads Mikkelsen, Til Schweiger sowie der aus "Harry Potter" bekannte Brite Rupert Grint zu sehen.

Ebenfalls im Bären-Wettbewerb startet der russische Film "Dolgaya schastlivaya zhizn" ("Ein langes und glückliches Leben") von Boris Khlebnikow. Als Special läuft der Oscar-Anwärter "Les Misérables" mit Hugh Jackman, Anne Hathaway und Amanda Seyfried.

Isabella Rossellini mit Berlinale-Kamera geehrt

Am Freitagabend feierte der neue Film des Österreichers Ulrich Seidl, "Paradies: Hoffnung", seine Weltpremiere. Es ist der Abschluss einer Trilogie. Ein Mädchen, das zum Abnehmen in ein Camp geschickt wird, verliebt sich dort in einen wesentlich älteren Arzt. Besonders beeindruckend ist die Hauptdarstellerin Melanie Lenz, die während der Dreharbeiten 13 Jahre alt war.

Hollywoodstar Matt Damon bedankte sich nach der Vorstellung des Umwelt-Dramas "Promised Land" kurz und schlicht beim Publikum im Berlinale-Palast. Das Werk erzählt vom Kampf einer amerikanischen Kleinstadt gegen einen Gaskonzern. Der Film kam beim Publikum trotz einiger Längen gut an.

Die italienische Schauspielerin Isabella Rossellini wird am Samstagabend im Delphi-Kino mit einer Berlinale-Kamera geehrt. Damit würdigt das Festival Persönlichkeiten, mit denen es sich besonders verbunden fühlt. Nicht zum Berlinale-Programm gehört die Gala Cinema for Peace, die dieses Jahr erstmals im neuen Hotel Waldorf Astoria steigt.

vale/DPA
 
 
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