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22. Mai 2011, 23:00 Uhr

Goldene Palme für christliches Mammutwerk

Und wir wissen immer noch nicht, wie die lebende Regielegende Terry Malick nun aussieht. Zwar hat sein "Tree of Life" die Goldene Palme von Cannes gewonnen. Abgeholt haben den Preis andere. Und Lars von Trier darf sich trotz Rauswurf freuen.

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Kirsten Dunst freut sich über die Darsteller-Palme, Edgar Ramirez freut sich über Dunsts Dekolletee© REUTERS/Yves Herman

Terry Malicks hypnotisches Evolutionsdrama "The Tree of Life" hat die Goldene Palme des Filmfestivals in Cannes gewonnen. Allerdings schickte der scheue US-Regisseur seine Produzenten, um den bedeutendsten europäischen Filmpreis abzuholen. Auch Hauptdarsteller Brad Pitt war nicht da.

Der Große Preis der Jury - in diesem Jahr unter Vorsitz von Robert De Niro - ging zu gleichen Teilen an den türkischen Krimi "Once Upon a Time in Anatolia" von Nuri Bilge Ceylan und an das Sozialdrama "The Kid with a bike" von den belgischen Brüdern Jean-Pierre und Luc Dardenne.

Lars von Trier hat trotz Skandal gewonnen

Indirekt wurde auch der zur unerwünschten Person erklärte dänische Regisseur Lars von Trier geehrt: Die Hauptdarstellerin seiner Depressionsmeditation "Melancholia", Kirsten Dunst, nahm den Preis als beste Schauspielerin entgegen. Als bester Hauptdarsteller wurde der Franzose Jean Dujardin für die liebevolle französische Stummfilm-Produktion "The Artist" geehrt.

Von Triers Landsmann Nicolas Winding Refn nahm für den langsamen "Drive" - mit Ryan Gosling - die Palme als bester Regisseur entgegen. Der Jury-Preis ging an die französische Gesellschaftsstudie "Polisse". Die israelische Gelehrten-Tragikomödie "Footnote" gewann die Palme fürs beste Drehbuch.

Der einzige deutsche Film im offiziellen Programm war Andreas Dresens Krebsdrama "Halt auf freier Strecke". Der beeindruckende Film über das Sterben gewann in der renommierten Nebenreihe Un certain regard den Hauptpreis.

Der Fipresci-Preis, die Auszeichnung der internationalen Filmkritiker-Vereinigung, ging an "Le Havre", den neuen Spielfilm von Aki Kaurismäki.

DPA/sal
 
 
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