29. Mai 2010, 21:09 Uhr

Good bye, Easy Rider!

Er zählte zu Hollywoods genialsten, aber auch schwierigsten Künstlern. Mit dem Roadmovie Easy Rider schuf er den ultimativen Kultfilm der Hippie-Generation. Jetzt ist Dennis Hopper im Alter von 74 Jahren in Los Angeles gestorben. Von Carsten Heidböhmer

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Dennis Hopper ist im Alter von 74 Jahren in Los Angeles gestorben©

Dennis Hopper hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Der amerikanische Schauspieler, Regisseur und Fotograf litt seit mehr als neun Jahren an Prostatakrebs. Jetzt ist er im Alter von 74 in Los Angeles gestorben.

Hopper gehörte zu den einflussreichsten Schauspielern New Hollywoods, einer Bewegung, die ab den späten 60er Jahren die Filmbranche neu aufmischte. Geboren wurde er am 17. Mai 1936 in Dodge City, Kansas.

Im zarten Alter von 18 Jahren zog er 1954 nach Hollywood, um sein Glück als Schauspieler zu versuchen. Dort fasste er schnell Fuß und konnte kleinere Rollen in zwei bedeutenden Filmen ergattern: "... denn sie wissen nicht, was sie tun" (1955) und "Giganten" (1956). In beiden Filmen spielte James Dean die Hauptrolle, mit dem Hopper auch persönlich befreundet war. Doch nach Deans Tod stockte Hoppers Karriere in Hollywood.

Lange galt Hopper als schwierig

Spätestens nach einem heftigen Streit mit Henry Hathaway galt Hopper in Hollywood als extrem schwierig. Er zog nach New York und nahm Unterricht an dem renommierten Actors Studio, der Schauspielschule von Lee Strasberg. Daneben begann er auch als Fotograf zu arbeiten. In dieser Zeit entstand das Foto "Biker Couple", das mehr als zwei Jahrzehnte später Berühmtheit erlangte, weil es die britische Pop-Band The Smiths als Cover für eine Best-of-Compilation auswählte.

Lange Zeit bekam Hopper keine Hauptrollen. Die Initialzündung für seine Karriere kam erst in der zweiten Hälfte der 60er Jahre. Über den B-Movie-Produzenten lernte er Peter Fonda kennen, als er den Film "The Trip" drehte. Die beiden freundeten sich an und schrieben das Drehbuch für den Film "Easy Rider", bei dem Hopper Regie führte und auch die Hauptrolle übernahm. Das Roadmovie hat weniger als eine Million Dollar gekostet - und sollte zwischen 50 und 80 Millionen Dollar in die Kassen spülen. Ein kleiner Independent Film hatte es den großen Hollywood-Studios gezeigt - es war die Geburtsstunde des "New Hollywood".

Hopper war quasi über Nacht zum Star geworden. Der Erfolg bekam ihm schlecht. Mit Peter Fonda zerstritt er sich wegen des lieben Geldes, und er versank im Drogen- und Alkoholnebel. Seine zweite Regiearbeit "The Last Movie" geriet künstlerisch und finanziell zum Desaster.

Auch sein Privatleben war in jenen Jahren äußerst turbulent. 1970 war Hopper acht Tage lang mit Michelle Philips verheiratet, der ehemaligen Sängerin der Musikgruppe The Mamas and the Papas.

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