. .
Musik-News
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
25. April 2008, 16:03 Uhr

Keine Experimente

Mit ihrem neuen Album "Hard Candy" setzt Madonna ihren Weg in die Future Disco fort, trotzdem scheint die Zeit der Experimente vorbei zu sein. Statt neue Talente zu entdecken, holt sich die "Queen of Pop" lieber Erfolgsproduzenten ins Haus. Madonna ist nicht mehr up to date. Von Jens Maier

Lasziv räkelt sich Madonna auf dem Cover ihres neuen Albums© Warnermusic

Fürchtet euch nicht! Das ist die Botschaft, die Madonna mit ihrem neuen Album "Hard Candy" in die Welt schickt. Fürchtet euch nicht vor der bösen 50. Die kommt im August auch auf die Disco-Queen zu und trotzdem sieht sie so heiß aus wie 1983 auf ihrem Debütalbum "Madonna". Auf dem neuen Cover zeigt sie makellose Haut und anrüchiges Schwarz. Nein, vor Falten scheint die Disco-Queen keine Angst zu haben. Dafür offenbar umso mehr vor allzu großen Musik-Experimenten.

Das Erfolgsrezept Madonnas ist es seit über 25 Jahren, sich die richtigen Produzenten ins Studio zu holen. Bei "Like a Virgin" war das 1984 Nile Rodgers, der schon Michael Jackson zu starken Rhythmen verholfen hatte, danach folgten Star-Produzenten wie Dallas Austin (1994, "Bedtime Stories"), William Orbit (1998, "Ray Of Light") oder Mirwais Ahmadzaï (2000, "Music" und 2003, "American Life"). Manchmal hatten die Produzenten bereits vor ihrer Zusammenarbeit mit Madonna Erfolg, häufig aber stellte der sich erst danach ein. Das zeigte, wie experimentierfreudig Madonna war.

Eine Amerika kritische Madonna floppt

2003 aber passierte, was einer Madonna nicht hätte passieren dürfen und was offenbar tiefe Narben im Gemüt der Disco-Queen hinterlassen hat. Ihr Album "American Life" floppte - zumindest in den USA. Das lag nach einhelliger Kritiker-Meinung nicht an der Musik, schließlich war das Album eine konsequente Fortführung des bis dato erfolgreichsten Madonna-Albums "Music", sondern an der politischen Botschaft der Single-Auskopplung "American Life". Die kam mitten im dritten Irak-Krieg, die Welt schien sich gegen die USA und George W. Bush verbündet zu haben, und so auch die in London lebende Sängerin Madonna.

Ihr Musikvideo zu "American Life" war ein massives Statement gegen den Irak-Krieg: Am Schluss des Clips war ein George-W.-Bush-Double zu sehen, das sich mit einer Handgranate eine Zigarre anzündet. In Europa und Asien war das Video erfolgreich, nur in den USA nicht. Die patriotischen Amerikaner nahmen Madonna ihren Landesverrat übel, viele Radiostationen weigerten sich deshalb, das Lied zu spielen - die Platte war ihr größter Flop in den USA.

Schon zwei Jahre später, 2005, bastelte Madonna deshalb an einem neuen Album, das ihr endlich zu altem Ruhm verhelfen sollte. Sie konzentrierte sich wieder auf die Musik, mit der ihre Karriere angefangen hatte: Dance-Pop - eine klare Abkehr vom Elektro/Folkpop der Jahre davor. Die vorab veröffentlichte Single "Hung Up" belegte in 41 Ländern Platz eins der Singlecharts und zählt damit zu ihren größten Hits. Nur in den USA haperte es erneut. Zwar war "Confessions On A Dancefloor" auch in den Billboard-Charts Platz 1, doch weigerten sich immer noch viele Radiosender im mittleren Westen Madonna zu spielen. Die Wunde mit der Bush-Karikatur sitzt im Bibel-Gürtel anscheinend besonders tief.

"Hard Candy" zum Erfolg verdammt

Mit "Hard Candy" war für Madonna deshalb von Anfang an klar: Die Platte muss auch in den USA knallen. Ein Blick in die Charts der letzten Monate genügte um zu wissen, mit welchen Produzenten die 49-Jährige dies erreichen könnte: Hip-Hop-Produzent Timbaland, der schon Missy Elliott, Nelly Furtado und Aaliyah zu Charterfolgen verholfen hat, und vor allem Pharrell Williams. Der hat bereits mit Snoop Dogg, Beyoncé, Justin Timberlake, N'Sync und Britney Spears zusammengearbeitet und jetzt sechs der zwölf neuen Songs auf "Hard Candy" zusammen mit Madonna geschrieben. Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung betonte Madonna, dass sie seit Jahren ein großer Fan von Pharrell und Timbaland sei.

Und zur Sicherheit holte Madonna gleich noch Justin Timberlake mit ins Studio, der mit ihr zusammen auf der ersten Single-Auskopplung "4 Minutes" zu hören ist. In der Schweiz und in Deutschland sowie in England hat das stark Beat-lastige Duett sofort die Spitze der Charts gestürmt. Nur in den USA hapert es trotz Timberlake noch immer - dort schaffte sie lediglich den Sprung in die Top 10. Das reichte immerhin, um Elvis Presley zu überrunden: "4 Minutes" ist Madonnas 37. Top-10-Hit in den Billboard-Charts - mehr als der "King" hatte.

Dass sich Madonna von den angesagtesten Produzenten Amerikas helfen lässt, ist nur konsequent. Und das Ergebnis hat sich gelohnt. Obwohl viele ein "R'n'B"-Album erwartet hatten, kam mit "Hard Candy" eine Platte heraus, die ihre Wurzeln ganz klar im Pop hat - und damit auch zu Madonnas Anfängen zurückkehrt.

Enttäuschend ist allerdings, dass Madonna erst jetzt auf den Erfolgs-Dampfer Pharrell und Timbaland aufspringt. Früher hätte sie die beiden zwei Jahre vor allen anderen entdeckt. Der Titel "Queen Of Pop" gebührt ihr trotzdem. Aber nur so lange der Erfolgsmotor von Britney Spears und Co. stottert.

Von Jens Maier
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
deinemama (25.04.2008, 20:13 Uhr)
Photoshop...
...ist mächtig.
Den Rest mag ich nicht beurteilen...
mupfeline (25.04.2008, 19:28 Uhr)
Nein, nein, sie ist gekont zusammengerichtet worden
Allerdings wird sie jetzt Fay Dunnaway imemer ähnlicher, Jacko hat ja ähnliche Probleme. ... nur sieht er eher aus wie eine Kreuzung zwischen Liz Taylor imd einem Alien.
ganzbaf (25.04.2008, 19:04 Uhr)
Die Alte...

hat sich mega-pimpen lassen, ist das dem Stern noch gar nicht aufegfallen...?! ;-Pp
Lippen fetter, Augen größer, Wangenknochen implantiert - ich erkenne sie kaum noch wieder.
MEHR ZUM ARTIKEL
Madonna über Britney "Wir sollten sie retten"

Die Mutter aller Popsängerinnen nimmt das strauchelnde Kind unter ihre Obhut: Madonna forderte die Medien in einem Radiointerview auf, Britney Spears in Ruhe zu lassen. Die 49-Jährige äußerte sich ebenfalls zu den Spekulationen, dass ihre Ehe mit Guy Ritchie am Ende sei. mehr...

Madonna Wie gut kennen Sie die Queen of Pop?

Sie hat Rekorde und Tabus gebrochen und steht dennoch unangefochten an der Spitze der Musikbranche: Madonna. Testen Sie Ihr Wissen rund um die Queen of Pop! mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft