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Sophia Thomallas dreister Auftritt bei Plasberg

"Deutschland im Gleichheitswahn?" war das Thema bei Frank Plasberg. Auch Sophia Thomalla war eingeladen - und fiel mit erschütternd einfältigen Bemerkungen und ungehörigem Verhalten auf.

Von Carsten Heidböhmer

  "Nieder mit den Ampelmännchen - Deutschland im Gleichheitswahn?", so das Thema bei Frank Plasberg. Sophia Thomalla erlebte nach der Sendung einen Shitstorm.

"Nieder mit den Ampelmännchen - Deutschland im Gleichheitswahn?", so das Thema bei Frank Plasberg. Sophia Thomalla erlebte nach der Sendung einen Shitstorm.

Mitunter kann es in Talkshows erfrischend sein, einen Gast einzuladen, der mit dem ganzen Politikbetrieb nichts zu tun hat, kein Buch zum Thema verfasst hat und auch gerade keinen Film promoten will. Im besten Falle bringt ein solcher Gast eine wohltuende Distanz in die Sendung und ermöglicht die Perspektive des gesunden Menschenverstandes.

Im schlechtesten Falle lädt man Sophia Thomalla ein. Dann sitzt dort ein Gast, der sich bislang über grundlegende Probleme des gesellschaftlichen Zusammenlebens noch nie Gedanken gemacht hat - und der andere Ansichten grundsätzlich nicht respektiert und das offen zum Ausdruck bringt. So geschehen am Montagabend bei Frank Plasbergs Talk zum Thema "Nieder mit den Ampelmännchen - Deutschland im Gleichheitswahn?".

"Er ist ja genau der Typ Mann, auf den ich stehe"

Gleich im Eingangsstatement gab Thomalla den Ton an: "Wer als Frau ständig für Gleichstellung und gegen Sexismus wettert, hat offenbar noch nie ein Kompliment bekommen." Okay, alles frustrierte Elsen außer mir und meiner Mutti - so ähnlich hat das Alice Schwarzer schon vor 40 Jahren gehört. Die 25-Jährige holte die alten Platten aber gern nochmal raus.

Und weiter ging's: "Er ist ja genau der Typ Mann, auf den ich stehe", säuselte sie in Richtung des 37 Jahre älteren FDP-Politikers Wolfgang Kubicki. Denn: "Er ist selbstbewusst, sagt was er denkt und macht Frauen gerne ein Kompliment. Und ich bin eine Frau, die nimmt ein Kompliment gerne an."

Danach tauchte die Schauspielerin längere Zeit ab, denn es ging über Dinge, von denen sie bislang nichts wusste. Sprachliche Diskriminierung? "Davon höre ich zum ersten Mal." Die ganze Debatte sei doch ganz einfach: Jemand habe "einen Furz quersitzen", und schon regen sich alle auf. "Deswegen ist das für mich totaler Schwachsinn."

"Blödsinn"

Überhaupt hatte sie für andere Meinung vor allem Kraftausdrücke übrig. Dass Frauen in einem bestimmten Geschlechterbild erzogen würden - auch das war ihr neu - war für sie deshalb "Blödsinn". Wenn die Feministin Anne Wizorek sprach, verzog Thomalla ungehörig das Gesicht oder, noch schlimmer: lachte höhnisch.

Und immer wieder die direkte Beleidigung: "Das ist genau der Schwachsinn, den ich mir jahrzehntelang reinziehen musste, dass ich aufgrund meines Namens einen besseren Job kriege", bellte sie Wizorek an. Dabei hatte die gar nichts über Thomalla gesagt, sondern mit Wolfgang Kubicki über dessen Töchter gesprochen. Am dreistesten jedoch der Moment, als sie Anne Wizorek mit einem beißenden "Schhht" zum Schweigen brachte - so als handele es sich bei ihr um ein kleines Kind, das gerade bei der "Sportschau" dazwischenquatscht.

Thomalla macht sich regelmäßig zum Gespött

Dass Sophia Thomallas Auftritt so rundum zum Debakel geriet, dürfte aber niemanden überrascht haben. Denn die Tochter von Noch-"Tatort"-Kommissarin Simone Thomalla macht sich bei ihren TV-Auftritten regelmäßig zum Gespött. Erst im Januar sorgte sie mit einer verrutschten Aussage bei "Markus Lanz" für Hohn: Auf Pegida angesprochen, brachte sie ganz offensichtlich Muslime und Islamisten durcheinander. Wörtlich sagte sie: "Deswegen kommt jetzt diese Debatte zustande: Sind Ausländer willkommen? Sind Islamisten willkommen?" Auf Twitter sorgte dieser Versprecher für Erheiterung: "Melanie Müller wirkt neben der Thomalla wie Albert Einstein", war noch der harmloseste Spruch.

Auch zum Thema Sexismus war Thomalla schon einmal in einer Talkshow geladen. 2013 war es, während der Brüderle-Debatte, da saß sie bei "Maybrit Illner" - und schien sich für das Thema null zu interessieren: Aufreizend lässig lümmelte sie auf ihrem Stuhl, drehte sich hin und her und hielt immer mal wieder ihr nacktes Knie in die Kamera. Schon damals saß ein Mann in der Runde, der genau ihr Typ ist: Wolfgang Kubicki.

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