Schmücke und Schneider gehen in Rente

3. März 2013, 11:11 Uhr

Der MDR schickt nach 17 Jahren das dienstälteste Ermittlerduo Schmücke und Schneider aus der Krimireihe "Polizeiruf 110" in Rente. Mit ihrem letzten Fall schafften es die beiden sogar ins Kino.

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Die Schauspieler Wolfgang Winkler (l) in der Rolle des Kommissars Herbert Schneider und Jaecki Schwarz als Kommissar Herbert Schmücke. Mit der Folge "Laufsteg in den Tod" nimmt das Team nach 17 Jahren Abschied.©

Roter Teppich, Blitzlichtgewitter, schöne Frauen, Politprominenz und Bodyguards: Ein Hauch von Glamour mitten in der deutschen Provinz - und eine After Show-Party gab es auch. In Halle verabschiedete der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) mit einer Voraufführung der 50. Folge vom "Polizeiruf 110" in einem Kino das Ermittlerduo Herbert Schmücke (Jaecki Schwarz) und Herbert Schneider (Wolfgang Winkler) am Montagabend in den Ruhestand. Die schillernde Model-Szene, ein Mord, kriminelle Machenschaften und viele Klischees werden in dem Film "Laufsteg in den Tod" an diesem Sonntag (20.15 Uhr) in der ARD kontrastreich in Szene gesetzt.

Sonja Kirchberger ("Venusfalle") spielt mit kerzengerader Haltung die strenge und eiskalte Chefin einer Modelcasting-Agentur, Sylvia Gregori. "Soll ich deswegen etwa mein Lebenswerk aufgeben", kommentierte diese in dem Film die Mordermittlungen. Extrem schöne, junge, dünne und fanatische Frauen sind etwa bei dem Foto-Shooting an ausgedienten Braunkohlebaggern zu sehen, als plötzlich die 16-jährige Lisa tot zusammenbricht. "Die essen doch nüscht", heißt es sogleich in den Ermittlerkreisen in heimischem Dialekt. Doch das ist nicht die Todesursache. Nach 90 Minuten ist auch dieser Fall gelöst.

Erste Folgen des neuen Teams

"Ich liebe Krimis, auch den "Polizeiruf 110". Und am Ende ist immer jeder Fall aufgeklärt", freute sich Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) als oberster Dienstherr der richtigen Polizisten bei der Kino-Premiere. Zum Abschied der Fernsehkommissare schritt auch er über den roten Teppich lief, beschützt von Leibwächtern.

Auf dem Bildschirm folgen Schwarz, 67, und Winkler, der am Samstag 70 wird, nach dem letzten Streifen aus Halle das neue Ermittler-Duo Sylvester Groth und Claudia Michelsen - in Magdeburg. Die erste Folge des neuen Teams soll nach bisherigen MDR-Angaben im Herbst im "Ersten" laufen. Die gebürtige Dresdnerin Michelsen war zuletzt in Filmen wie "Der Turm" und in der ZDF-Krimiserie "Flemming" zu sehen. Groth ("Tatort", "Inglourious Basterds") wurde in Sachsen-Anhalt geboren. Neue Gesichter gibt es auch beim Tatort in der ARD, so ermittelt Til Schweiger ab März aus Hamburg, Devid Striesow hat als kauziger Ermittler in Saarbrücken bereits neue Seiten aufgezogen.

"Toi,toi,toi und schöne fette Einschaltquoten. Das zählt ja heutzutage", wünschten Winkler und Schwarz den Neuen in Magdeburg, und wie immer fällt einer dem anderen ins Wort dabei. Schauspielkollegin Kirchberger, die in mörderisch hohen Schuhen und edlem Hosenanzug gekleidet war, gab den beiden Männern mit auf den Weg: "Dass sie die gemeinsamen Jahre gut in Erinnerung behalten werden und wir sie weiterhin als so großartige Schauspieler, wie sie es sind, im Fernsehen erleben dürfen".

Ruhestand nach 17 Jahren

17 Jahre lang gingen die beiden Schauspieler Schwarz und Winkler als Hauptkommissare in Halle und Umgebung auf Verbrecherjagd. Sie gelten als das dienstälteste Ermittlerduo der Krimireihe und im deutschen Fernsehen. Wie ein altes Ehepaar, kauzig und charmant eroberten sie ein Millionenpublikum.

Gerade wegen ihrer Marotten - der eine als Gourmet im Mantel, der andere hemdsärmlich eher der Kumpeltyp von nebenan - liebten die Zuschauer das Duo. Alle 640 Plätze in dem Kinosaal waren zu ihrem Abschied besetzt. Berufskollegen wie Isabell Gerschke, die als jungdynamische Oberkommissarin Nora Lindner die beiden Männer auf Trab hielt, Ex-"Tatort"Kommissar Peter Sodann und Kenner der Model-Szene wie Modeschöpfer Thomas Rath und "Germany's Next Topmodel"-Kandidatin Sara Kulka aus Leipzig reihten sich ein. Rath spielt in der letzten Folge inmitten der Glitzer- und Flimmerwelt der Models einen Stylisten.

Im Gegensatz zur Modelszene wollen sie sich weiter beruflich und privat treubleiben, beteuerten Schwarz und Winkler. Dazu gehörten Lesereisen und Theater. Denn: "Wir waren nie Models".

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