"DSDS" geht in die zehnte Runde. Wie erfolgreich wird der neue "Superstar" sein? Ein Blick zurück zeigt: Wer sich auf Dieter Bohlen verlässt, hat gute Chancen auf Erfolg - zumindest kurzfristig. Von Carsten Heidböhmer
Alexander Klaws
Er war Deutschlands erster "Superstar": Alexander Klaws, farbloses Milchgesicht, stromlinienförmig, durchschnittlich talentiert und vortrefflich prädestiniert, um das Casting-Spektakel "Deutschland sucht den Superstar" in der ersten Ausgabe 2002/2003 zu gewinnen. Er setzte sich gegen die stimmlich bessere Juliette Schoppmann und den schrägen Vogel Daniel Kübleböck durch. Jury-Chef Dieter Bohlen schrieb ihm danach einige schwachbrüstige Singles auf den Leib, die ebenso die Chartspitze erklommen wie die ersten beiden Alben. Damit hatte Klaws den Zenit überschritten. Doch immerhin: Noch sein fünftes Album schaffte es 2011 immerhin auf Platz 46 in den Charts - das ist eine beachtliche Leistung im neunten Jahr nach "DSDS".
Daneben radebrechte der Sendenhorster als Lars Hauschke durch die Sat1-Soap "Anna und die Liebe" und blamierte sich mit einem vorletzten Platz bei der Show "World Idol", bei der elf internationale Casting-Gewinner gegeneinander antraten.
Erfolgreicher verlief seine Karriere als Musicalsänger. Von 2006 bis 2008 sang er in Roman Polanskis "Tanz der Vampire" eine der Hauptrollen, seit Ende Mai 2010 ist Klaws als "Tarzan" im Theater Neue Flora in Hamburg zu sehen.