VG-Wort Pixel

Dschungelcamp Tag 11 Alle drehen frei im Dschungel: Jana Urkraft will Handtücher verbrennen und Lucas Cordalis hält sich für den König

Claudia Effenberg und Djamila Rowe
Claudia Effenberg (r.) und Djamila Rowe haben eine ganz besondere Aufgabe
© RTL / Stefan Thoyah
Es war der Tag der Wahnvorstellungen: Jana hatte ihren Auszug vor Augen, Claudia eine Portion Spaghetti Bolognese und Lucas hält sich allen Ernstes für Königsmaterial – welch wunderbarer Wahnsinn. 

Das Szenario ist von beinah majestätischer Ruhe. Die Runde am Lagerfeuer mäandert irgendwo zwischen Hangover und Hindösen, nicht mal ein Froschquaken ist zu hören. Es sind stille Momente der Einkehr, alles scheint erst einmal gesagt. Jana jedoch hält soviel Kontemplation am Ende dann doch nicht aus.

Erst gibt es von ihr dräuenden Singsang, der nach Eurodisco unplugged klingt und textlich aus dem Karteikästchen von Dieter Bohlen stammen könnte, "rhythm of my heart", heißt es da. "Oh Gott", der trockene Kommentar von Papis. Aber das ist erst der Anfang, Jana beginnt schließlich auf einem Baumstamm zu trommeln, die konsternierte Reaktion der Runde zwischen Fluchtschlaf und passiver Aggression.

"Ich glaube nicht, dass wir das brauchen", sagt Papis diesmal, woraufhin ihn Jana in den schönsten Ethno-Trashtalk seit Gerhard Polts Geschichte vom Herrn Tschabobo verwickelt. Das sei ja wohl kein Dschungelkönig, der mit Trommeln nichts am Hut hat. "Meine Stimme für den Dschungelkönig hat er auf jeden Fall verloren", raunte sie Jolina anschließend zu. "Für immer. Die miesmuschlige Diva!"

Dschungelcamp 2023, Tag 11: Lucas Cordalis macht sich über Jolina lustig

Dabei hätte man es belassen können, aber irgendwie juckte es Jana immer noch unterm Pony und so jazzte sie ihren unter-ommten Gemütszustand zum Endgame hoch: "Bestimmte Sachen, die passieren, das ist Folter. Man kann es einfach nicht immer alles annehmen. Ständige Änderungen. Was hier passiert, ist einfach unmenschlich, krank, armselig." Ihr Fazit: "Ich spüre, dass meine Mission in diesem Rahmen erfüllt ist". Doch just, als man jeden Moment die magischen Worte von ihr erwartete, schlug sie vor, die benutzten Handtücher in einer rituellen Handlung zu verbrennen.

Daraus wurde jedoch auch nichts, stattdessen gingen Lucas und Cosimo ganz unrituell Richtung Dschungelklo, um den vollfäkalisierten Tank zu leeren. "Pipi und Kacka", wie Lucas es später ausdrückte. Ein Dschungelkönig, der spricht wie ein Dreijähriger beim Morgenkreis? Eher nicht, auch wenn der Mann sich ein ums andere Mal zum Leader aufschwang. "Ich bin der Stärkste hier im Camp, und das werde ich bis zum Schluss beweisen.“

Wie er sich gleichzeitig über die, zugegeben mimisch etwas entglitten eindösende Jolina lustig machte, war beileibe kein royaler Zug. Auch die Tatsache, dass Kacka-Kumpel Klosimo am Ende noch mal in die Zange genommen wurde, entbehrte jeglicher Hof-Etikette. Schau den Lucas! Heute kein König. Immerhin konnte sein Pipi-Partner einen inoffiziellen Adelstitel einfahren: Die Prinzessin auf der Erbse. Das ist doch schon mal was.

Für Claudia Effenberg dürfte es dagegen mit dem Titel, so es denn überhaupt noch Resthoffnung gibt, ähnlich schwierig werden wie für Cordalis junior.. Dass sie die gemeinsam mit Djamila erfolgreich absolvierte Schatzsuche zum Pizza-Payback mit Soße umbog, und von der widerstandenen Versuchung in Form einer Portion Spaghetti Bolognese fieberfantasierte, war weder geist- noch einfallsreich und schon gar nicht effektiv. Wobei die Schatzsuche selbst schon ein ziemlicher Augenschmaus war. 

Papis Loveday

Team Effenberg/Rowe im Dreirad-Tandem, auf dem Kopf ein Helm mit Zylinder, den es galt, unter einer Brühedusche vollpladdern zu lassen, um ihn nach einer Runde über den Parcours vom Kopf aus in ein Gefäß zu schütten – ein brüllkomischer Spaß zwischen Bierhelm, Deppen-Autoscooter und Kita-Fasching mit angetrunkenen Aushilfen. Wie Djamila den vollen Bottich auf der Birne zudem in stoischer Konsequenz ein ums andere Mal daneben schüttete, dampfte vor absurder Klasse.

Und das war es dann auch schon fast: Spaghetti Bo-lüg-nese. Kotzen hinterm Klo. Und dschungelgeprüft wurde natürlich auch noch. In einer dreistöckigen Papprakete mussten bei gleichzeitiger Untier-Attacke die Sterne entfummelt und weitergegeben werden. Sechs Sterne kamen so zusammen, zwei Erkenntnisse on top: Papis hat den Größten. (O-Ton Gigi). Und Lucas fehlt es etwas an Handfeinigkeit. (O-Ton Papis). Etwas handfeiner gingen Köppen und Zietlow zu Werke – und verzichteten nach dem üblichen Vorspiel auf den Vollzug, sprich: Die Frage, wer diesmal das Camp verlassen muss, wurde mit "Niemand" beantwortet. Durchatmen bei allen, sogar bei Jana URKRAFT. Schon morgen könnte das wieder ganz anders aussehen. Vielleicht wird ja auch nochmal getrommelt.

gfk

Mehr zum Thema

Newsticker