Jermaine Jackson will ein u kaufen

9. November 2012, 17:00 Uhr

Er eifert Prince nach: Jermaine Jackson will seinen Nachnamen ändern. Doch statt mit einem genialen Einfall, überrascht er mit einem skurrilen Vorschlag. Künftig will er Jacksun heißen. Von Jens Maier

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Michael Jackson, Jermaine Jackson, Jacksun, Namen, Umbenennung

Liebt das Rampenlicht: Jermaine Jackson©

Er trägt einen der bekanntesten Nachnamen des Showbusiness. Über Jahrzehnte öffnete der ihm Tür und Tor bei Plattenproduzenten, Verlegern und Fernsehmachern: Jackson - die sieben Buchstaben stehen als Synonym für die erfolgreichste Musikfamilie aller Zeiten. Doch Jermaine Jackson, älterer Bruder des verstorbenen Popstars Michael, will nicht mehr Jackson heißen. Aus dem o will der 57-Jährige ein u machen, aus Jackson soll Jacksun werden. Das klingt nach einem Scherz, doch dem Sänger ist es bitter ernst.

Das Verfahren zur Namensänderung läuft. Jackson hat bei einem Gericht in Los Angeles die nötigen Papiere eingereicht. Für den 22.Februar ist eine Anhörung geplant. Sollte nach Veröffentlichung des Antrags niemand Einspruch einlegen, könnte Jermaine schon im kommenden Jahr den Namen des berühmten Familienclans los sein und Jacksun heißen. Gegenüber den Behörden gibt Jackson "künstlerische Gründe" für seine skurrile Namensänderung an. Welche das genau sein sollen, lässt er bislang allerdings offen.

Medien spekulieren über Hintergründe der Umbenennung

In amerikanischen Medien wird über die wahren Hintergründe spekuliert. In den 70er Jahren war Jermaine Jackson zusammen mit seinen Brüdern mit der Gruppe Jackson Five weltweit erfolgreich. Nach deren Trennung versuchte er sich als Solokünstler und konnte in Deutschland mit "When The Rain Begins To Fall" immerhin einen Nummer-eins-Hit landen. Danach wurde es um ihn allerdings still. Die "Los Angeles Times" mutmaßt, dass Jackson nun eine neue Solokarriere starten und mit der Umbenennung für die nötige Publicity sorgen will. Das amerikanische Satireportal "Dlisted" geht sogar noch weiter. Bereits mit der Namensgebung seiner Kinder - einen Sohn nannte er Jermajesty - habe er einen "Doktor für Scheiß-Namen" verdient. "Er ist verrückt und leidet an chronischer Aufmerksamkeitshurerei."

Jermaine sorgt mit skurrilen Einfällen für Schlagzeilen

Tatsächlich taucht Jackson immer wieder mit skurrilen Einfällen in den Medien auf. Nicht nur, dass er 1989 zum Islam konvertierte und sich fortan einige Zeit Muhammad Abdul-Aziz nannte. Im vergangenen Jahr hat er sich dem afrikanischen Wunderheiler Yahya Jammeh anvertraut. Der ist gleichzeitig Diktator Gambias und kann angeblich per Hand auflegen seine Untertanen von Gebrechen befreien - allerdings immer nur donnerstags, weshalb seine Klinik nur dann geöffnet hat. Auch erzählt Jackson in Interviews gerne, dass er täglich mit dem Geist seines toten Bruders Michael spreche. So sei unlängst auch die Idee entstanden, wieder als Jackson Five auf der Bühne zu stehen. Bei der makabren Show tanzen die verbliebenen vier Brüder auf der Bühne, während im Hintergrund der verblichene King of Pop den Moonwalk macht. Dies sei "Michaels Wunsch" gewesen, behauptet Jermaine.

Die Umbenennung in Jacksun dürfte der vorläufige Höhepunkt der kruden Karriereplanung des Jermaine Jackson sein. Was Prince erfolgreich konnte, kann schließlich nicht falsch sein. Und so dürfen wir uns bald auf Plattencover von "Jermaine Jacksun - the Artist formerly known as Jermaine Jackson, auch bekannt als Muhammad Abdul-Aziz" freuen.

 
 
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