13. März 2012, 08:01 Uhr

Kim Kardashian bietet Paroli

Jon Hamm hält nicht viel von Kim Kardashian und Co. In einem Magazin-Interview beschimpfte er sie und Paris Hilton als "Idioten". Kim K. reagiert via Twitter. Von Frank Siering, Los Angeles

Kim Kardashian, Paris Hilton, Mad Men, Jon Hamm, Twitter

PR-Profi Kim Kardashian weiß jeden noch so gemeinen Kommentar für ihre Karriere zu nutzen©

Mad Men"-Star Jon Hamm ist bekannt für sein gutes Aussehen und jetzt wohl auch für sein loses Mundwerk. In einem Interview mit der englischen Ausgabe von "Elle" auf die zunehmende Verdummung der Promi-Kultur angesprochen, polterte der 41-Jährige munter drauf los. "Ob es nun Paris Hilton oder Kim Kardashian oder wer auch immer ist", so Hamm, "Dummheit wird mit Sicherheit immer mehr zelebriert. Ein verdammter Idiot zu sein, ist wie eine kostbare Ware in unserer Kultur. Dafür wirst du dann auch noch fürstlich belohnt", so Hamm weiter.

Während Hilton auf die Provokation nicht reagierte, konnte Kim Kardashian der Versuchung nicht widerstehen. Via Twitter reagierte der Reality-Star auf den Kommentar des "Mad Man". "Hab gerad von dem Jon-Hamm-Kommentar gehört", twitterte die PR-Expertin fleißig drauf los. Und schrieb weiter: "Ich respektiere Jon, und ich glaube daran, dass jeder ein Recht auf seine freie Meinungsäußerung hat. Und ich weiß auch, dass nicht jeder denselben Weg im Leben wählt." - Dann allerdings war es auch vorbei mit den Freundlichkeiten für Hamm: "Jemanden, der sein eigenes Geschäft führt, der eine erfolgreiche TV-Show produziert, der schreibt und kreiert 'dumm' zu nennen, ist meiner Meinung nach sehr nachlässig", so Kardashian.

Und die familiäre Unterstützung folgte sogleich. Kims Mutter und Managerin, Kris Jenner, wie auch Kardashian-Co-Star Jonathan Cheban fragten erst einmal ganz provokant nach, wer denn "dieser Jon Hamm" überhaupt sei. Kims Bruder, Rob Kardashian, zuckte ebenfalls mit den Schultern, als er am Montag in Los Angeles von Fotografen auf den Kommentar Hamms angesprochen wurde: "Jon Wer?", so sein Kommentar.

Endlich wieder im Rampenlicht

Tatsächlich steht Kim Kardashian, zumindest auf der momentanten "Money-List" in Hollywood, weit vor dem Serienstar. So soll die 31-Jährige doch nach Informationen von Forbes rund 35 Millionen Dollar schwer sein. Kein Wunder, dass Ex-Ehemann Kris Humphries für seine 72 Ehetage mit Kim jetzt sieben Millionen Dollar Abfindung kassieren will. Kim Kardashian scheint der erneute Trubel um ihre Person im übrigen nicht wirklich zu stören. Im Gegenteil: Der Neu-Single scheint es zu genießen, endlich wieder im Rampenlicht stehen zu können.

So twitterte sie kurz nach dem Jon-Hamm-Kommentar nicht nur ihre eigenen Ansichten, sondern ließ auch eine Pressemitteilung verschicken und gestern schnell auch ein neues Foto von sich ins Netz stellen. Natürlich sexy, nur im BH, lasziv. So, wie sich Kim K. dieser Tage selbst am liebsten sieht. Zumindest dann, wenn das die gegenwärtige Profil-Beschreibung so verlangt. Und nackte Haut, das weiß der Kardashian-Clan besser als jeder andere Reality-Held, bringt immer gute Quoten. Und gute Quoten bringen Umsatz. Kim Kardashian scheint also genau jene Art von "Idiot" zu sein, die Jon Hamm gemeint hat. Allerdings kann sie damit äußerst gut leben.

Frank Siering
 
 
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