Tipps und Tricks für ein gutes Styling

Ein passendes Outfit für jede Gelegenheit lässt sich am einfachsten zusammenstellen, wenn die Basics stimmen. Wenn Sie die Grundregeln beachten, kommen Sie gut gekleidet durch die Arbeitswoche. Von Silke Roth

Mode, Klassiker, Basics

Im Büro gilt eine gewisse Etikette, ein paar Mode-Grundregeln erleichtern das Einhalten©

Eines gleich vorweg: Selbst wenn Sie hinter dem Schreibtisch sitzen oder am Rednerpult stehen, Ihr Oberkörper wird immer zu sehen sein. Das Sakko ist entscheidend dafür, welchen Eindruck Sie hinterlassen. An folgenden Merkmalen können Sie erkennen, ob es perfekt sitzt:

• Die Hemdmanschetten sollten ein bis zwei Zentimeter aus den Ärmeln hervorschauen. Zudem sollte der Kragen des Hemdes den des Sakkos um etwa einen Zentimeter überragen.
• Für die Länge eines Sakkos gilt die Faustregel: Hauptsache, Schritt und Hinterteil sind bedeckt.
• Bei einreihigen Dreiknopfanzügen wird der unterste Knopf nicht geschlossen, sonst spannt das Sakko an Hinterteil und Hüften. Nur der oberste Knopf kann je nach Belieben offen oder geschlossen getragen werden.
• Ein geschlossenes Sakko sollte am Rücken keine Falten bilden.

Sakko und Hose sollten bei geschäftlichen Anlässen immer eine harmonische Einheit bilden. Prüfen Sie Ihre Hose auf folgende Punkte:
• Der Bund darf weder kneifen noch rutschen.
• Die Länge einer Anzughose ist abhängig vom Schnitt. Hat die Hose ein weites Bein, sollte sie am Schuhabsatz enden. Eng geschnittene Hosen enden am Schuh dagegen bei der Hälfte der Fersenkappe.
• Hosen mit Aufschlag trägt man nur zum klassischen Anzug, nie zum Smoking, Frack oder Cut.

Das Hemd zu Ihrem Anzug kann uni oder gemustert sein - wirklich entscheidend ist, dass es die richtige Armlänge hat. Diese lässt sich durch einen einfachen Trick ermitteln: Das Ende der Manschetten muss bei hängenden Armen zwischen den beiden Daumengelenken der Hand enden. Reichen die Ärmel bis zu diesem Punkt, hat das Hemd die richtige Länge.

Eine Weste muss man nicht tragen. Wenn Sie jedoch eine anlegen möchten, dann bitte nur so:
• Ähnlich wie beim einreihigen Dreiknopfanzug bleibt auch bei der Weste der unterste Knopf geöffnet.
• Tragen Sie nur Westen, deren Knöpfe sich leicht schließen lassen. Ziehen Sie also bei der Anprobe nicht den Bauch ein.

Frauen tragen Schmuck - Männer Krawatte. Das wichtigste Accessoire des Geschäftmanns kann ein langweiliges Anzugmodell auffrischen.
• Die Krawatte sollte im Idealfall so lang gebunden sein, dass der Hosenbund bedeckt ist.
• Achten Sie darauf, dass Sie aus drei Teilen genäht wurde.
• Bevorzugen Sie Krawatten aus Seide. Vorsicht: Häufig ist der Futterstoff aus Baumwolle, auch wenn die Krawatte laut Etikett mit "100% Seide" bezeichnet wird.
• Zu gemusterten Anzügen trägt man klein gemusterte Krawatten. Unifarbene Zweiteiler kombiniert man am besten mit einem gemusterten Schlips.

Natürlich schaut man Ihnen auch auf die Füße. Bei der Strumpfwahl gilt: Zum Anzug sind Kniestrümpfe ideal. Sie sollten eine Farbnuance dunkler sein als die Hose. Lediglich bei hellen Anzügen orientiert sich die Strumpffarbe an den Schuhen.

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Arbeitswoche Hose Krawatte Sakko Sakkos Schuh Seide Tipp
KOMMENTARE (2 von 2)
 
streckengeher (09.01.2010, 12:40 Uhr)
Nun wird mir klar, wieso wir eine Banken/Finanzkrise haben. Wenn Banker und Manager nur dann in ihrem Job bestehen, wenn sie die o.g. Bekleidungsregeln korrekt beherrschen, kann man natürlich nicht erwarten, dass noch Kapazitäten für berufliche Kenntnisse vorhanden sind.
Aquarius2 (08.01.2010, 19:25 Uhr)
Das schließt aber Misserfolg nicht aus
Geschniegelt, geschminkt, gelackt und gegelt muss man sein, um Superstar oder Supermodel im Privat-TV zu werden.
Aber Fassade allein reicht nicht.
Ohne Background im Kopf wird es wohl nicht gehen. Früher oder später merkt dies Jeder.
Die meisten Nobelpreisträger passen optisch nicht in die gängigen Erfolgskonzepte der geschilderten Art. (Zumindest nicht vor der Preisverleihung).
Häufig gilt leider auch heute noch der Spruch:
Außen hui, innen pfui!
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